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Reise
07/01/2016

Warum Sie die e-card auch im Urlaub dabei haben sollten

Mit der e-card haben Urlauber in den meisten europäischen Ferienorten Versicherungsschutz.

Ich packe in meinen Koffer... die e-card, denn sie beziehungsweise ihre blaue Rückseite gilt auch als Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Dadurch ist man in der gesamten EU sowie in der Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein versichert. In Ländern wie beispielsweise der Türkei gilt die e-card nicht, daher sollte man sich im Vorfeld einen Urlaubskrankenschein besorgen, den man bei der jeweiligen Arbeitsstelle oder bei der Wiener Gebietskrankenkasse erhält.

Unangenehme Überraschungen vermeiden

Vor der Abreise sollte überprüft werden, ob sämtliche Felder auf der blauen Seite der e-card ausgefüllt sind, denn nur dann ist die EKVK auch gültig. Sollte das nicht der Fall sein, kann bei der jeweiligen Krankenversicherung eine Ersatzbescheinigung beantragt werden, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Vorsicht vor Gebühren

In den Ländern, in denen die EKVK gültig ist, haben akut erkrankte Urlauber das Recht, so behandelt zu werden, wie eine dort versichterte Person. Allerdings decken nicht alle ausländischen Sozialversicherungen die selben Leistungen wie die österreichische Sozialversicherung, hier ist also Vorsicht geboten. Wichtig ist auch, die e-card vor Beginn der Behandlung vorzuweisen und nach Möglichkeit einen Vertragsarzt zu konsultieren. Sollte nur ein Privatarzt erreichbar sein, muss eine detaillierte Rechnung über sämtliche Leistungen und Medikamente aufgestellt werden. Diese kann dann bei der Krankenversicherung in Österreich eingereicht werden und man erhält 80% der heimischen Tarifhonorare zurück.

Bei Krankenhausaufenthalten in Ländern, in denen die EKVK nicht gilt, haben Patienten Anspruch auf einen Pflegekostenzuschuss von maximal 215,86 € pro Tag.

Wer ganz abgesichert verreisen will, kann eine private Reisekrankenversicherung abschließen. Häufig werden Krankheitsfälle auch durch Zusatzangebote von Kreditkartenfirmen oder Automobilclubs abgedeckt. Trotzdem sollte man die e-card auf keinen Fall zu Hause lassen.