Reise
13.07.2018

Venedig geht gegen Besucher mit schlechtem Benehmen vor

Das Besuchsverbot soll für Touristen, die im Freien urinieren oder von den Brücken ins Wasser springen, gelten.

Die Gemeinde Venedig verschärft ihre Offensive gegen Touristen, die sich nicht benehmen können. Wer in der Lagunenstadt uriniert, von den Brücken ins Wasser springt oder am Boden picknickt, darf künftig die Stadt nicht mehr betreten, berichteten lokale Medien.

Brückenspringen und Verschmutzung

Die Gemeinde greift damit auf Maßnahmen zurück, die in Italien bisher zur Bekämpfung von Hooligans verwendet wurden. Die Stadt will unter anderem verhindern, dass Touristen auf Brücken und auf den Stiegen der Kirchen ihr Essen ausbreiten und auf diese Weise die Stadt verschmutzen.

Lokale müssen sich zur Beseitigung allfälliger Essensreste, Papierfetzen, Dosen oder Zigarettenstummeln auf der Straße verpflichten. Alkoholkonsum außerhalb von Lokalen ist von 19.00 Uhr bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages verboten. Venedig will auch Feierlichkeiten wie Junggesellen-Abschiedspartys verbieten, wenn sie die Öffentlichkeit stören.

Ab Samstag werden Helfer auf dem Markusplatz eingesetzt. Sie sollen Touristen Auskunft geben und zugleich für korrektes Verhalten und Sauberkeit auf dem Platz sorgen.