Natur erfahren im Biosphärenpark

Der Wienerwald ist das Rückzugsgebiet der gehetzten Großstädter. Aber wer weiß schon, dass er Teil des UNESCO Nachhaltigkeitsprogrammes ist und man beim Entspannen noch was lernen kann?

Wien ist anders. Wien ist lebenswert. Dazu trägt auch der  Biosphärenpark Wienerwald seinen Teil bei. Der Park liegt am Rande der Großstadt und dient erschöpften Gemütern der Erholung.

Bild: Einige Jahrzehnte lang galt der Habichtskauz in Österreich als ausgestorben. Vor Kurzem entdeckte man jedoch im Biosphärenpark Wienerwald ein Habichtskauz-Kücken. Wobei das Wort Park ist eigentlich untertrieben: Es sollte Naturraum heißen. Der ist nämlich nicht nur grün und schön, sondern hat auch einen Nutzen und ... ... steht für den Willen, nachhaltig etwas zu verändern. Das ist einer der Leitsätze des Parks: Wichtig ist das nachhaltige Wirtschaften und Handeln des Menschen, durch dessen Hilfe Schutz gewährt werden soll. Denn gerade der Mensch ist dafür verantwortlich, dass das Gleichgewicht in der Natur nicht ins Wanken gerät, sondern erhalten bleibt. In Österreich gibt es derzeit sechs Parks, zwei davon am Rande von Wien. Neben dem Wienerwald gilt auch die Lobau als Biosphärenpark. Der Biosphärenpark will schützen und verfolgt einen Bildungsauftrag. Er eignet sich deshalb besonders gut als Ausflugsziel für Familien. Man will die Wichtigkeit von nachhaltigem Handeln vermitteln, ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen und auf die Bedeutung des Waldes hinweisen. Und wo fängt man mit Bewusstseinsbildung am besten an? Natürlich, bei den Kleinen. Und weil man spielerisch schneller lernt, werden auch ... ... Wettbewerbe veranstaltet. Erst kürzlich kämpften 21 Teams in der Kartause Mauerbach um den Titel "Waldchampion 2011". Bei Rätseln, Aktion und Fragen zu Tieren und Pflanzen in der Region mussten sie ihre Geschicklichkeit und ihr Wissen rund um das Thema Wald unter Beweis stellen.

Im Bild: Die Kür des Waldchampions 2011. Doch zurück zum Park: Der Wienerwald bietet ein breites Freizeitangebot, das sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet ist. Es gibt zahlreiche Rund- und Stadtwanderwege, die um Wien und durch den Wiener Grüngürtel führen. Ob auf den Leopoldsberg nahe der Donau, oder das Hochplateau der Sofienalpe - man findet den gerechten Wanderweg. Für die, die lieber in die Pedale treten, gibt es Radwege. 44 Mountainbike-Strecken lassen das trainierte Biker-Herz höherschlagen. Wer es ruhiger angehen will oder mit Kindern unterwegs ist, dem sei der 8,5 Kilometer lange Radweg "Im Triestingtal" empfohlen. Abgesehen von den Wander- und Radwegen kann man sich auf Lehrpfaden, die einen Überblick über die Flora und Fauna des Gebietes gewähren, auch geistig anstrengen. Beispielsweise auf dem Naturlehrpfad Purkersdorf. Neben vielen heimischen Baum- und Straucharten werden hier Pilze, Beeren, Vögel, Schmetterlinge und Käfer vorgestellt. Für Schüler- oder Touristengruppen werden außerdem Tagesexkursionen angeboten, die derzeit auf Anfrage beim Biosphärenpark Wienerwald gebucht werden können. Im Biosphärenpark Wienerwald gibt es zahlreiche Grotten und Höhlen. Ein Beispiel ist die Allander Tropfsteinhöhle. Sie ist ein Naturdenkmal und wurde 1928 als Schauhöhle eröffnet. Der Online-Freizeitroutenplaner auf bpww.at ist ein kostenloses Online-Service. Er liefert schnell und einfach Anregungen für neue Strecken.
(KURIER.at / Valerie Bartonik) Erstellt am
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