Mondblicke rund um die Welt

Diesmal ist der Vollmond in Österreich dank klarem Himmel besonders gut sichtbar. Ein guter Grund, den Mond einmal von allen Welt-möglichen Blickwinkeln genauer zu betrachten.

Wieder einmal Vollmond, diesmal sogar gut zu sehen. So regelmäßig der nächtliche Himmelskörper zu voller Größe anwächst, so sehr ist er dennoch Thema. Die einen werden dann fahrig, die anderen romantisch, wieder andere süchtig. Der Mond fasziniert überall auf der Welt und scheint doch überall ein bisschen anders. KURIER.at lädt zur Mondblick-Reise um den Erdball. Beginnen wir in unseren Breiten: Auf diesem Bild erscheint der Mond in Markkleeberg südlich von Leipzig hinter einem stillgelegten Bergbaugerät so groß wie selten. Grund dafür: Der Mond war in dieser Nacht nur 356.000 Kilometer von der Erde entfernt und wirkte daher um 14 Prozent größer. Nein, nicht Burgenland, sondern ebenfalls Deutschland: Im südhessischen Biebesheim am Rhein fliegt ein Storch am Mond vorbei. Über Berlin: Der Mond neben dem TV-Turm am Alexanderplatz. Eine der Figuren am Dach des ehemaligen Frankfurter Rathauses macht sich im Vollmond noch besser. Wo in Deutschland könnte ein Kreuz auf einem Kirchturm besser im Mondenschein stehen als in München? Außergewöhnlich präsentiert sich der Mond hier über der City of London. Grund dafür war eine seltene Stellung der Himmelskörper. Auch London: Der Mond in fantastischer Trilogie mit einem Flugzeug und dem Swiss-Building. Mann mit Mond: Statue des russischen Zaren Alexander II. in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Ebenfalls Sofia: Über der goldenen Kuppel der Alexander Nevski Kathedrale steht einsam ein Vollmond. Besonders schön setzt der Mond - hier ohne besondere Größe - auch die Statuen auf dem Petersplatz im Vatikan in Szene. Oder aber auch das päpstliche Wappen. Vielleicht würde der Stierkampf samt seiner Debatte endlich enden, würde man einen Kampfstier sichten, dem zwischen den Hörnern ein Mond aufgeht, siehe Hubertus-Geschichte. Hier in Saragossa hat das Bild nichts bewirkt. Über den Atlantik: In den USA ist alles ein bisserl größer, sagt man. So auch der Mond an diesem Abend über der Bronx von New York City. Ein besonderer Schnappschuss ist diese Freiheitsstatue mit mondheller Fackel, vor New York. Und weil es so schön ist, gleich nochmal. Hier eine Fähre zwischen Manhattan und Staten Island. Wieder zurück in der Stadt selbst, die ja bekanntlich niemals schläft: Der Mond in der Nacht der Mondfinsternis über der St. Patrick's Kathedrale. Mond über Manhattan: Eine Stadt die niemals schläft ist ... immer wach. Hier leuchtet nur der Mond: Während eines Stromausfalls in Teilen New Yorks war die Manhattan Bridge ausnahmsweise nur von ihm beschienen. Derweilen an der Westküste der USA: Hier ein Vollmond beim Kuscheln mit dem Schild der Zeitung Seattle Post. Oder aber etwas Natur-näher: Port Angeles, Bundesstaat Washington. Vollmond als Rahmen für das alte "Kansas City and Light-Building" in ... Kansas. Ein Kuss für den Mond: Hinter der Mormonen Kirche von Salt Lake City und neben dem Bildnis einer Eiskunstläuferin, ein guter Platz. Ebenfalls Salt Lake City, ein mondheller Gruß an alle Paragleiter. Mächtige Szene: Statue des römischen Bauern-Gottes Ceres auf dem Missouri State Capitol in Jefferson. Der Mond kann fast alles. Was er nicht kann: Zum Beispiel das abgewrackte Alfred P. Murrah Federal-Building in Oklahoma hübsch aussehen lassen. Ein Stück Natur: Der Vollmond über den Organ Mountains, gesehen von Las Cruces aus. Verlassen wir die USA, bleiben wir in Amerika: Zwischen den Flügeln der Freiheitsstatue in Mexico City - der Mond. Auch Mond, auch Statue, auch Mittelamerika. Aber eben Guatemala City. Viel näher kann man nicht am Mond sein: La Paz, die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Ein Bild, das so kaum jemand kennt: Die weltberühmte Jesus-Statue in Rio de Janeiro vor seltener Kulisse. Ebenfalls ein seltener Anblick: Der Mond während einer Finsternis über dem Nahuel Huapi-See in der patagonischen Stadt Bariloche, Argentinien. Und noch eine Finsternis, aber diesmal eine der Sonne. Gesehen von Valparaiso in Chile aus. Überqueren wir den nächsten Ozean, den pazifischen nämlich, sehen wir einen Mond über der Burg von Osaka, Japan. Hier beobachtet der Mond einen chinesischen Fischer, der an der Grenze von China (Dandong) und Nordkorea (Sinuiju) fischt. Ganz in der Nähe: Die Stadt Dalian, Provinz Liaoning, mit großem Tempel. Ein Bild wie aus einem Vampir-Film? Stimmt. Aufgenommen in der sibirischen Taiga, rund 50 Kilometer von Krasnoyarsk entfernt. In besagter Stadt ist dann die orthodoxe Kapelle auf dem Karaulnaya-Hügel das Objekt des Mondes. Und weil wir gerade da sind: Hier staunt auch der Mond nicht schlecht, wie man Vladivostok auf Kyrilisch schreibt. Weiter westlich strahlt ein Wetterhahn in Form eines Engels auf der Sankt Peter und Paul-Kathedrale von St. Petersburg im Mond. Derweil im Süden Asiens: Das Taj Mahal im indischen Agra. Ein trauriger Mond in Pakistan: Aufgenommen in Muzaffarabad nach dem schlimmen Erdbeben 2005. Hohe Türme, das muss ein arabischer Ölstaat sein. In dem Fall scheint der Mond mit den Kuwait-Towers um die Wette. Und in diesem Fall mit den Minareten der Imam Abbas-Moschee in Kerbala, Irak. Ein Mond, ein Turm, zwei Namen: Muslime nennen ihn Al-Haram al-Sharif, Juden Tempelberg. Jedenfalls in Jerusalem. Diese Statue schreiben dafür alle der Jungfrau Maria zu, daneben ein Turm der Notre Dame Kathedrale, bei Jerusalem. Nochmal Jerusalem: das Damaskus-Tor. Und wieder der Mond. Und nochmal eine Mondfinsternis. Diesmal über der Al Aqsa-Moschee von Jerusalem. Und weil der Mond in Jerusalem so schön ist, gleich noch ein Bild: ein blau-schimmernder Mond hinter dem David-Turm. Soldaten im Gaza-Streifen, nahe der Siedlung Netzarim. Für die Menschen in Gaza ist der Mond mehr als nur schön: Bei den vielen Stromausfällen ist er schlicht wichtig. Für die Menschen der israelischen Stadt Sderot ist er stiller Begleiter eines schweren Lebens. Die Stadt neben dem Gaza-Streifen ist oft umkämpft. Zum Abschluss Afrika: Ein Mond bei Tag, in einem Wild-Reservat 60 Kilometer von Port Elizabeth entfernt.
(KURIER.at, ap, rts, apa / Axel N. Halbhuber) Erstellt am
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