Machu Picchu in Bildern

Die 500 Jahre alte Inka-Stätte liegt mitten im Dschungel Perus und ist einer der mystischsten Orte des Welt-Tourismus.


Machu Picchu ist eine Siedlung der Inka, gelegen auf einem der Berge, die aus dem Urubamba-Tal ragen. Die Inka waren eine Hochkultur in Südamerika, die vom 13. bis zum 16. Jahrhundert den Kontinent beherrschte. Ihre Hauptstadt war Cusco, von dem Machu Picchu rund drei Zugstunden entfernt liegt. Die Ruinenstätte wurde vor allem wegen ihrer Lage berühmt - sie ist umgeben von steilen Felswänden und Dschungel. Die Mauern der Behausungen sind noch sehr gut erhalten. Allerdings wissen die Historiker bis heute nicht genau, wie bedeutend Machu Picchu für die Inka war. Es gibt Theorien, wonach die Stadt gleich nach ihrer Erbauung verlassen wurde. Mit Sicherheit kann man aber nur sagen, dass der Ort später lange unbewohnt war. In dieser Zeit wuchsen die Steinhäuser zu. Heute sind sie wieder belebt... von Touristen und Alpakas, einer Lama-Art. Als Erbauer der Stadt gilt der neunte Inka-Herrscher Pachacutec. Nach dem Untergang des Inka-Reiches lag Machu Picchu wie gesagt lange Zeit brach. Als Entdecker im 20. Jahrhundert wurde lange Zeit der Archäologe Hiram Bingham gefeiert. Heute weiß man aber, dass Bingham nicht der Erste war und hinterfragt außerdem, ob Machu Picchu für die einheimische Bevölkerung je vergessen war. Seitdem Bingham jedoch über seine "Entdeckung" berichtete, werden die Besucherströme nach Machu Picchu immer reißender. Bislang ist die Kapazität vor allem durch schlechte Straßen begrenzt. Die Idee, eine Seilbahn vom Tal auf den Berg zu errichten, wurde bislang immer abgeschmettert. Ein Grund dafür ist der unbekannte Zustand des Terrains an sich. Es kam schon zu kleineren Erdrutschen, auch mit Toten, jede weitere Belastung könnte zur Katastrophe werden. Also hat man vorläufig die Besucherzahl mit 2500 pro Tag limitiert. Für einen Monat pro jahr wird die Stätte überhaupt gesperrt. Außerdem bleibt die Reise zur Inka-Stadt unkomfortabel und teuer: Unter 150 US-Dollar ist sie kaum zu machen, als Tagestrip von Cusco ist sie eigentlich zu anstrengend. Wenn man sich aber für die Zwei-Tages-Variante entscheidet, muss man in Aguas Calientes, dem Dorf am Fuß des Berges Machu Picchu schlafen. Oder zu horrenden Preisen in der Lodge neben dem Eingang am Berg. Trotz der Strapazen beim Besuch schauen sich nur weniger Touristen auch die interessanten Sehenswürdigkeiten neben dem einstigen Dorf selbst an. Die Wege dorthin werden ständig erweitert. Besonders eindrucksvoll ist die Inka-Brücke, ein sehr schmaler Weg durch eine Felswand. Ein Weg führt in nur zehn Minuten dorthin. Besonders nett ist - abseits der Massen - ein kurzes Gespräch mit Wegarbeitern, hier zwei beim Kauen von Kokablättern. Deutlich mehr Touristen besteigen nebenbei den Wayna Picchu, den markanten Gipfel neben der Stätte. Allerdings ist der Weg steil und relativ gefährlich.

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(KURIER.at) Erstellt am
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