Monaco

© KURIER/Ingrid Bahrer-Fellner

Stadtstaat-Trip
05/26/2016

Monaco muss nicht teuer sein

Abseits von Mega-Events macht Sightseeing im Fürstentum leistbaren Spaß.

von Ingrid Bahrer-Fellner

Was gibt’s Neues im Fürstentum? Diese Frage bringt Touristiker in Monaco ins Schwitzen. "Wir haben keine Kapazität für etwas Neues", sagt Manuela Weber von der Société des bains de mer de Monaco (SBM), dem größten, auf High-End-Tourism spezialisierten Arbeitgeber im Zwergstaat an der Côte d’Azur. Es mangelt aber nicht an Geld, sondern an Fläche. "Wir bauen alles nach oben, auf zwei Quadratkilometern hat nicht viel Neues Platz." Renoviert und erneuert wird aber schon, im luxuriösen Hôtel de Paris am Casinoplatz etwa werden bis 2018 alle Zimmer und die angrenzende Shoppingmeile adaptiert.

Tropfsteinhöhle

Der mit knapp 203 Hektar Fläche zweitkleinste Staat der Welt – der Vatikan ist kleiner – hat in neun Stadtbezirken (darunter Monte Carlo) alles, was die rund 38.000 Einwohner, großteils betucht und ausländischer Herkunft, zum Leben brauchen: Apartmenthäuser, Yachthäfen, Helikopter-Service, Stadion, Einkaufszentren, Parks – ja sogar einen Botanischen Garten mit Tropfsteinhöhle, Golf- und Tennisplätze, Museen, Opernhaus, Grimaldi-Forum (Konferenz- und Kongresszentrum), Kirchen, Friedhof, Bahnhof, 1600 Hotelbetten, Shops, mehr als 300 Bars und Restaurants u. v. m..
Wer am Highlife schnuppern will, muss nicht sehr viel Geld in der Tasche haben, kommt am besten abseits von Großevents wie Monte Carlo Masters-Tennisturnier, Formel-1-Rennen (Straßen abgesperrt, alles sehr mühsam) und Yachtshow (bis Nizza alle Hotels ausgebucht).
Ein Städtetrip nach Monte Carlo ist durchaus leistbar. In empfehlenswerten Hotels wie dem Columbus und dem Novotel nächtigt der Gast zu zweit ab 160 €. Mit den gut vernetzten Öffi-Bussen ist man 48 Stunden um supergünstige 8,50 € unterwegs. Museumseintritte sind zu bestimmten Konditionen gratis. Und in der urigen Markthalle an der Place d’Armes im Stadtbezirk La Condamine kehrt wie du und ich auch Fürstin Charlène mit ihren Freunden und Bodyguards ein, gönnt sich zum Lunch ein Fischmenü mit einem Glas Wein um 25 €. Nicht ganz günstig, aber authentisch.
Hier trifft man Einheimische, die beim A-Roca-Stand typische monegassische Tapas wie Barbaujans (gefüllte Teigtaschen), Zwiebelkuchen und die Nachspeise Fougasse Monegasque, knallharte Cookies mit Mandeln und Anis belegt, speisen.

Wo das Geld schwimmt

Vom Marktplatz ist es nicht weit in den Yachthafen Port Hercules, wo das Geld schwimmt. Und auf den Riesenfelsen Rocher, auf dem sich die Altstadt mit Regierungsgebäuden, Park, Ozeanographischem Museum, und die Kathedrale mit den Grabstätten des Fürstenpaares Rainer III. und Gracia Patricia (täglich mit frischer roter Rose) befinden. Der größte Anziehungspunkt ist der Fürstenpalast, ab 11.55 Uhr kann man die zackige Wachablöse der Compagnie des Carabiniers du Prince mitverfolgen.
Von der Aussichtsterrasse hat man Panoramablick auf den jüngsten Stadtteil Monacos, Fontvieille. Die Kneipen rund um das Hafenbecken sind Treff für Einheimische und Promis, die im dörflich-anmutenden Stadtteil sündteuer wohnen oder im einst im Besitz von Formel-1-Pilot David Coulthard stehenden Hotel Columbus logieren.
Dessen Lage mit Blick auf Meer und das Zelt des Zirkusfestivals (Patronanz Prinzessin Stéphanie) im vis-à-vis liegenden Rosengarten von Fürstin Gracia Patricia, der Heli-Landplatz ums Eck, die Ausstellung der 100 Oldtimer umfassenden Kollektion von Prinz Rainier III. in Gehweite – eindeutig meine Lieblingsecke in Monaco.

Info

Anreise Flug mit Austrian Wien–Nizza, nach Monaco per Bus, Bahn, Taxi oder Helikopter (140 €/Strecke),monacair.com

Sightseeing 48-Stunden-Ticket für Öffis 8,50 € http://www.cam.mc/tarifs.php
– Hop-on, hop-off, monacolegrandtour.com
– Der Pass mit Bons für den Gratisbesuch von Museen usw. ist Teil des Monte Carlo Passeports, den man erhält bei 2 ÜN bei Buchung über Dertour oder Thomas Cook.

Hoteltipps 4*-Columbus, super Lage beim Port de Fontvieille, Heli-Air-Platz, Rosengarten, Oldtimer-Museum vor der Haustür, ab 180 €/Zimmer, Frühstück 24 €/P,www.columbusmonaco.com
– 4*-Novotel Monte Carlo, Design mit Außenpool, in Bahnhofsnähe, 1 x Ü ab 240 €/Zimmer, Frühstück 19,60 €/P.www.novotel.com

Einkehrtipps Brasserie Café de Paris: super Adresse für ein Rendezvous, feine Speisen in edlem Ambiente. http://de.montecarlosbm.com/cafe-de-paris-2-4/

–Stars’N’Bars, Quai Antoine 1er: Lässige Atmosphäre für Familien und Youngsters, Pizza (12 €), Burger (17 €), Bier (ab 5 €), Disco im Obergeschoß, beim Grand-Prix Tankstelle für Rennfahrer, deren Ex-Rennanzüge sind in Hängekästen ausgestellt. Stammgast ist u. a. Mika Häkkinen.http://www.starsnbars.com/
– Markthalle, Place d’Armes: A Roca etwa bietet für jeden Geschmack etwas.

Details visitmonaco.com

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