Was gibt’s Neues im Fürstentum? Diese Frage bringt Touristiker in
Monaco ins Schwitzen. "Wir haben keine Kapazität für etwas Neues", sagt Manuela Weber von der Société des bains de mer de
Monaco (SBM), dem größten, auf High-End-Tourism spezialisierten Arbeitgeber im Zwergstaat an der Côte d’Azur. Es mangelt aber nicht an Geld, sondern an Fläche. "Wir bauen alles nach oben, auf zwei Quadratkilometern hat nicht viel Neues Platz." Renoviert und erneuert wird aber schon, im luxuriösen Hôtel de Paris am Casinoplatz etwa werden bis 2018 alle Zimmer und die angrenzende Shoppingmeile adaptiert.
Tropfsteinhöhle
Der mit knapp 203 Hektar Fläche zweitkleinste Staat der Welt – der
Vatikan ist kleiner – hat in neun Stadtbezirken (darunter
Monte Carlo) alles, was die rund 38.000 Einwohner, großteils betucht und ausländischer Herkunft, zum Leben brauchen: Apartmenthäuser, Yachthäfen, Helikopter-Service, Stadion, Einkaufszentren, Parks – ja sogar einen Botanischen Garten mit Tropfsteinhöhle, Golf- und Tennisplätze, Museen, Opernhaus, Grimaldi-Forum (Konferenz- und Kongresszentrum), Kirchen, Friedhof, Bahnhof, 1600 Hotelbetten, Shops, mehr als 300 Bars und Restaurants u. v. m..
Wer am Highlife schnuppern will, muss nicht sehr viel Geld in der Tasche haben, kommt am besten abseits von Großevents wie
Monte Carlo Masters-Tennisturnier,
Formel-1-Rennen (Straßen abgesperrt, alles sehr mühsam) und Yachtshow (bis
Nizza alle Hotels ausgebucht).
Ein Städtetrip nach
Monte Carlo ist durchaus leistbar. In empfehlenswerten Hotels wie dem Columbus und dem Novotel nächtigt der Gast zu zweit ab 160 €. Mit den gut vernetzten Öffi-Bussen ist man 48 Stunden um supergünstige 8,50 € unterwegs. Museumseintritte sind zu bestimmten Konditionen gratis. Und in der urigen Markthalle an der Place d’Armes im Stadtbezirk La Condamine kehrt wie du und ich auch Fürstin Charlène mit ihren Freunden und Bodyguards ein, gönnt sich zum Lunch ein Fischmenü mit einem Glas Wein um 25 €. Nicht ganz günstig, aber authentisch.
Hier trifft man Einheimische, die beim A-Roca-Stand typische monegassische Tapas wie Barbaujans (gefüllte Teigtaschen), Zwiebelkuchen und die Nachspeise Fougasse Monegasque, knallharte Cookies mit Mandeln und Anis belegt, speisen.
Vom Marktplatz ist es nicht weit in den Yachthafen Port Hercules, wo das Geld schwimmt. Und auf den Riesenfelsen
Rocher, auf dem sich die Altstadt mit Regierungsgebäuden, Park, Ozeanographischem Museum, und die Kathedrale mit den Grabstätten des Fürstenpaares Rainer III. und
Gracia Patricia (täglich mit frischer roter Rose) befinden. Der größte Anziehungspunkt ist der Fürstenpalast, ab 11.55 Uhr kann man die zackige Wachablöse der Compagnie des Carabiniers du Prince mitverfolgen.
Von der Aussichtsterrasse hat man Panoramablick auf den jüngsten Stadtteil
Monacos, Fontvieille. Die Kneipen rund um das Hafenbecken sind Treff für Einheimische und Promis, die im dörflich-anmutenden Stadtteil sündteuer wohnen oder im einst im Besitz von Formel-1-Pilot
David Coulthard stehenden
Hotel Columbus logieren.
Dessen Lage mit Blick auf Meer und das Zelt des Zirkusfestivals (Patronanz Prinzessin Stéphanie) im vis-à-vis liegenden
Rosengarten von Fürstin
Gracia Patricia, der Heli-Landplatz ums Eck, die Ausstellung der 100 Oldtimer umfassenden Kollektion von Prinz
Rainier III. in Gehweite – eindeutig meine Lieblingsecke in
Monaco.
Anreise Flug mit Austrian Wien–
Nizza, nach
Monaco per Bus, Bahn,
Taxi oder
Helikopter (140 €/Strecke),monacair.com
Sightseeing48-Stunden-Ticket für Öffis 8,50 € http://www.cam.mc/tarifs.php – Hop-on, hop-off, monacolegrandtour.com – Der Pass mit Bons für den Gratisbesuch von Museen usw. ist Teil des Monte Carlo Passeports, den man erhält bei 2 ÜN bei Buchung über Dertour oder Thomas Cook.
Hoteltipps 4*-Columbus, super Lage beim Port de Fontvieille, Heli-Air-Platz,
Rosengarten, Oldtimer-Museum vor der Haustür, ab 180 €/Zimmer, Frühstück 24 €/P,www.columbusmonaco.com – 4*-Novotel
Monte Carlo, Design mit Außenpool, in Bahnhofsnähe, 1 x Ü ab 240 €/Zimmer, Frühstück 19,60 €/P.www.novotel.com
–Stars’N’Bars, Quai Antoine 1er: Lässige Atmosphäre für Familien und Youngsters, Pizza (12 €), Burger (17 €), Bier (ab 5 €), Disco im Obergeschoß, beim Grand-Prix
Tankstelle für
Rennfahrer, deren Ex-Rennanzüge sind in Hängekästen ausgestellt. Stammgast ist u. a.
Mika Häkkinen.http://www.starsnbars.com/ – Markthalle, Place d’Armes: A Roca etwa bietet für jeden Geschmack etwas.
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