Reise
21.06.2018

Klassiker und Geheimtipps: San Francisco in 48 Stunden

© Bild: San Francisco Travel Association/scott chernis photography

In nur zwei Tagen die schönsten Sehenswürdigkeiten und Insider-Spots der kalifornischen Weltstadt erleben.

San Francisco ist durch ihre Diversität und Schönheit zweifelsohne eine Stadt, die nach einem längeren Aufenthalt ruft. Doch die City by the Bay lässt sich mit ein wenig Ausdauer und Entdeckungslust auch in 48 Stunden erobern. Alles, was Kurztrip-Reisende dazu brauchen, ist ein Paar bequeme Laufschuhe, einen Pass für den öffentlichen Nahverkehr und ein wenig Inspiration.

Tag 1

Morgens

Nirgendwo startet ein San Francisco Abenteuer schöner als im traditionsreichen North Beach Distrikt mit einem Frühstück in der historischen Bäckerei Boudin, die mit ihren Sauerteigbroten internationale Bekanntheit erlang. Nach der morgendlichen Stärkung lohnt sich ein Spaziergang zum Pier 39, wo neben zahlreichen Souvenirläden und Fotomöglichkeiten auch San Franciscos berühmteste Bewohner warten: eine am Pier heimische Kolonie von Seelöwen. Von dort aus geht es entlang des Embarcadero zu Fuß weiter in Richtung Telegraph Hill und Coit Tower. Der im Jahr 1933 erbaute Turm bietet neben einem unglaublichen Panorama auf die Stadt auch beeindruckende Wandmalereien. Vom Coit Tower sind es nur wenige Fußminuten bis zum nächsten kulturellen Highlight, dem berühmten City Lights Bookstore, der als Zentrum progressiver und unabhängiger Literatur bekannt wurde und in dem Besucher auch heute noch zwischen den meterhohen Bücherregalen in eine andere Welt eintauchen können.

© Bild: scott chernis photography

Mittags

Mit der Buslinie 30 geht es weiter zur Beach St/Hyde St Station, einem der Ausgangspunkte für eine Fahrt mit den weltbekannten Cable Cars. Die 6 Dollar Fahrt über den Nob Hill bis hin zur Powell St/ Post St Station bietet reichlich Sehenswertes, darunter den Blick auf die für ihre enorme Steigung bekannte Lombard Street und die Grace Cathedral. Von der Post St Station sind es nur wenige Meter bis zum Union Square und seinen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Wer vom Einkaufsrummel genug hat, kann vom Union Square mit der Metro weiter zur Van Ness Station fahren und von dort zum 20th Century Cafe schlendern. Die schicke Bäckerei erinnert vom Flair an europäische Städte wie Budapest oder Prag und ist der perfekte Ort für eine kleine Pause mit leckerem Gebäck und Kuchen.  Nach der Stärkung bietet sich ein Bummel durch den hippen Hayes Valley Distrikt an, der mit seinen Boutiquen, Parks, Galerien und Restaurants eine bunte, entspannte Atmosphäre verspricht. Die berühmteste Sehenswürdigkeit im Hayes Distrikt ist der Alamo Square Park, von dem aus man neben den Painted Ladies - bunten viktorianischen Herrenhäusern, die Fans von "Full House" aus dem Intro des Serienhits kennen - auch die Skyline San Franciscos bewundern kann.

© Bild: scott chernis photography

Abends

Wer nach dem perfekten Ort sucht, um den ersten Tag ausklingen zu lassen, wird mit dem Absinthe fündig, einer im Herzen von Hayes Valley gelegenen romantischen französischen Brasserie, die mit kreativen Speisen und Cocktails überzeugt. Und Reisende, die danach noch Energie haben, sollten sich eine der Vorstellungen des renommierten American Conservatory Theaters ansehen, dessen weitreichendes Programm sowohl Klassiker, als auch neu entwickelte Stücke umfasst.

Tag 2

Morgens

Der zweite Tag startet im Mission Distrikt mit einem ausgiebigen Brunch im Foreign Cinema, einem Restaurant, das sich jeden Abend in ein Kino verwandelt und nicht nur mit seinem wunderschönen, lichtdurchfluteten Ambiente lockt, sondern auch mit außerordentlich gutem Essen. Nach dem Frühstück lohnt es sich, zu Fuß weiter den Mission Distrikt zu erkunden.

© Bild: San Francisco Travel Association/scott chernis photography

Lebhaft, divers und immer im Wandel, ist die Nachbarschaft bekannt für ihre öffentliche Kunst, darunter vor allem die  Wandmalereien in der Balmy Alley, und eine Vielzahl von Restaurants und Bars. Auf der 16th Street befindet sich San Franciscos ältestes Gebäude, das Mission Dolores, und nur zwei Blocks weiter wartet der Dolores Park, ein bei Einheimischen beliebter Park mit einem beeindruckenden Panorama-Blick über die Stadt.

© Bild: San Francisco Travel/scott chernis photography

Mittags

Westlich vom Dolores Park beginnt The Castro, San Franciscos LGBT-Viertel. Im Herzen des Castro Distrikts liegt das Hearth Coffee Roasters Café, das neben selbstgeröstetem Kaffee noch weitere hauseigene Spezialitäten anbietet, mit denen sich alle Kurztrip-Reisenden stärken können, bevor es mit Bus und Metro zum Golden Gate Park weitergeht. Hier sollten Reisende unbedingt die Möglichkeit nutzen, Fahrräder auszuleihen, und durch den Park in Richtung des Highlights der gesamten Reise radeln - der Golden Gate Bridge. Eine Überquerung des 1,7 Meilen langen Wahrzeichens San Franciscos ist auf dem Fahrrad noch eindrucksvoller als zu Fuß und im frühen Abendlicht bieten sich spektakuläre Blicke auf die Brücke und die Stadt.

© Bild: scott chernis photography

Abends

Nach der Rad-Tour über die Golden Gate Bridge geht es von Sausalito aus mit der Fähre zurück zum Pier 39, wo die Fahrräder wieder abgegeben werden können. Vom Wasser bietet sich ein einzigartiger Blick auf die Brücke, San Franciscos Skyline und die Gefängnisinsel Alcatraz. Um den 48-Stunden Aufenthalt in San Francisco perfekt abzurunden, lohnt sich ein abschließender Besuch der Bar Winery Collective, die walk-in Weinverkostungen von verschiedensten Weinen aus ganz Kalifornien anbietet. Schließlich lassen sich die beeindruckenden Erlebnisse der letzten zwei Tage am besten bei einem Glas Wein Revue passieren. Und keine Sorge, wer nach den 48 Stunden noch nicht genug hat und einen erneuten Besuch in San Francisco plant, auf den warten beim nächsten Mal unzählige weitere Attraktionen.