Hongkong: Die Drachen und ihre Fluglöcher

Repulse Bay beach, Hong Kong
Foto: Getty Images/gionnixxx/IStockphoto.com Ein Haus mit Drachenloch.

Die Löcher in einigen Hochhäusern der Millionenmetropole kommen aus der Feng-Shui-Lehre.

Die Chinesen sind abergläubisch – auch jene, die in Hongkong leben. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass der Konkurs einer Firma auf das schlechte Feng Shui eines Hochhauses zurückgeführt wird.

Die Feng-Shui-Meister haben in der Millionenmetropole, die seit 1997 eine chinesische Sonderverwaltungszone ist, einiges zu tun. Bei Neubauten muss vieles bedacht werden, was in Europa eher egal ist.

So kommt es auch vor, dass einige Wohnblocks ein großes "Flugloch" haben, damit Drachen nicht der Weg zum Meer versperrt wird. Dass dafür durchaus ein Verlust an Wohn- oder Büroraum und damit auch ein finanzieller Schaden in Kauf genommen wird, beweist nur, wie wichtig die Harmonielehre den sonst so geschäftstüchtigen Chinesen ist.

Wolkenkratzer prägen Hongkong. Über 1300 ragen mehr als 150 Meter in den Himmel. In keiner anderen Stadt der Welt sind es annähernd so viele.

Urban architecture in Hong Kong Victoria Harbor in… Foto: rabbit75_fot - Fotolia/ Fotolia/Rabbit75 Aber Hongkong hat viel mehr zu bieten als hohe Häuser. Das Leben in der 7,3-Millionen-Einwohner-Metropole ist ein pulsierendes. Auf den Straßen ist viel los. Und das nicht nur wegen des Autoverkehrs, der wie in vielen Städten Asiens auch in Hongkong viel zu viel ist.

Märkte locken Tausende aus ihren viel zu kleinen Wohnungen. Es sind Freiluft-Supermärkte für die Bewohner der Stadt, auf denen es vom Büstenhalter über Stoffe, Schuhe, Taschen, Haushaltwaren bis zu Sojasoßen und natürlich Lebensmittel praktisch alles gibt, was man halt so brauchen oder nicht brauchen kann.

Stadt der Märkte

Busy seafood fish market Chinese shoppers fishmong Foto: Getty Images/fotoVoyager/IStockphoto.com Viele Märkte haben sich allerdings auch nur auf ein Produkt spezialisiert. Der Vogelmarkt in der Yuen Po Street, auf dem über 70 Händler so ziemlich alles verkaufen, was für die private Vogelhaltung notwendig ist, ist ebenso ein Pflichtpunkt jeder Hongkong-Tour wie der farbenfrohe Blumenmarkt in der Flower Market Road, auf dem täglich zwölf Stunden lang Blumen verkauft werden.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Besuch des Fischerdorfs Lei Yue Mun mit Fischmarkt und Dutzenden Fischrestaurants auf der Halbinsel Kowloon. Die Art der Essensbestellung ist für Europäer durchaus ungewöhnlich und sehr speziell: Der Fisch oder die Meeresfrüchte werden zunächst an einem Marktstand gekauft und dann in einem der Restaurants zubereitet.

Aber Achtung: Touristen sollten Lei Yue Mun immer in Begleitung eines Ortskundigen besuchen. Denn die Preise an den Marktständen und auch in den Essenslokalen variieren doch sehr, und die Händler nutzen gerne das Unwissen der ausländischen Gäste aus und bieten ihre Waren oder Speisen dann weit überteuert an.

Info

Anreise Die AUA fliegt in der Wintersaison 2017/2018 vier Mal pro Woche die   Strecke  Wien–Hongkong direkt.  Tickets  für Hin- und Rückflug in der Economy Class kosten ab 595 Euro, in der Business Class ab 2573 Euro.
http://www.austrian.com

Grafik… Foto: /Grafik Einreise Für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen besteht für Hongkong keine Visapflicht. Bei der Einreise  muss der Reisepass allerdings noch  mindestens drei Monate gültig sein.

Währung 1 Hongkong-Dollar = ca. 0,107 Euro

Beste Reisezeit Ganzjährig bereisbar. Hauptreisezeit sind Jänner und Februar, Mai und Juni sowie Oktober bis Dezember.  

Hotel-Tipp 4*-Harbour Plaza 8 Degrees in Kowloon East, Eine Nacht im Doppelzimmer ab 90 Euro.
http://www.harbour-plaza.com/8degrees 

Auskunft Homepage der Tourismusinformation Hongkong http://discoverhongkong.com/de
 

(kurier) Erstellt am
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