"Geheimtipps": Florida mal anders

Vom Beobachten "echter" Meerjungfrauen über eine Kanutour auf dem Suwannee River bis hin zum Wohnen unter Wasser: auf Entdeckungstour durch den "Sunshine State".

Florida zählt zu einem der beliebtesten Reiseziele der USA. Sonne, Strände und Vergnügungsparks - das sind wohl die ersten Dinge, die Touristen zum "Sunshine State" einfallen. 

Das Reisegebiet nicht nur auf wenige Klischees zu beschränken, sondern unbekannte Details und Kleinode kennenzulernen, dieser Aufgabe hat sich Autor Michael Iwanowski gestellt. In seinem Buch "101 Florida" gibt er Tipps für das unbekannte Florida (Buchtipp am Ende der Galerie). 

Wollten Sie zum Beispiel immer schon mal "echte" Meerjungfrauen beobachten? Möglich ist das in der "Live Mermaid Show" im State Park von Weeki Wachee (70 km nördlich von Tampa). Und weiter geht's ... St. Augustine: Amerikas älteste Stadt ... liegt in Florida!

Die älteste von Europäern gegründete Stadt der Vereinigten Staaten - nur wenige würden sie in Florida vermuten. Der spanische Eroberer Ponce de Leónbetrat hier 1513 als erster Europäer floridianischen Boden. In St. Augustine kann man lebendige Geschichte auf Schritt und Tritt erleben: zu Fuß, mit der Old Town Trolley Tour oder bei einer Kutschfahrt, die an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Infos: www.staugustine.com Chokoloskee: Auf den Spuren der Pionierzeit

Es bleibt historisch. Knapp 50 Kilometer von Naples an der Westküste liegt ein fast vergessenes Fleckchen Florida: Chokoloskee, ein Nest mit 500 Einwohnern. Hier wird man vom Ambiente der Pionierzeit empfangen. Im Smallwood Store Museum lassen Alltagsgegenstände der vergangenen 100 Jahre die alten Zeiten lebendig werden. Fort Lauderdale: Mit dem Wasser-Taxi durch Floridas Venedig

Einen guten Eindruck von den Villen und den Kanälen Fort Lauderdales erhält man, wenn man mit der auf Südstaaten-Steamer getrimmten "Jungle Queen" eine Tour unternimmt (www.junglequeen.com). Wer das "echte" Fort Lauderdale erkunden möchte, der sollte dies am besten mit einem Wasser-Taxi tun. Es gibt insgesamt 13 Anlegestellen, an denen man nach Belieben zu- und aussteigen kann (www.watertaxi.com). Miami Beach: Der Art-déco-District

Miami sollte bei einem Florida-Besuch natürlich nicht fehlen. Für Besucher ist der südliche Teil von Miami Beach vielleicht der interessanteste - etwa in Höhe der 5th Street nordwärts beginnt das Gebiet. Eine witzige Art, die Gegend zu erkunden sind die gelben GoCart-Miniautos für Selbstfahrer. Sie sind für verschiedene Routen GPS-gesteuert, wobei der eingebaute Reiseführer die Sehenswürdigkeiten kommentiert (www.gocartours.com). Palm Beach: Mehr als nur ein Hauch von Luxus

Ein Tipp: Der markierte, knapp acht Kilometer lange, Palm Beach Bicykle Trail der zu den schönsten Häusern von Palm Beach führt. Der Trail beginnt südlich der Royal Palm Bridge an der Society of the Four Arts. Fahrräder mieten kann man beim Palm Beach Bicycle Shop, 223 Sunrise Ave. 
Nicht verpassen sollte man auch die Worth Ave. mit ihren extravaganten Geschäften. Sanibel Island: Highway to Paradise

An der Westküste Floridas verbindet der "Sanibel Causeway" (mautpflichtiger Brückendamm) die Küste bei Fort Myers mit der vorgelagerten Insel die mit atemberaubenden Sonnenuntergängen und weißen, muschelübersäten Stränden punktet. Außerdem gibt es hier keine Hochhäuser, sondern gut in die Landschaft integrierte Resorts und Hotels. Daytona Beach: Party, schrilles Leben ... und viel Ruhe

Daytona Beach mit seinen 63.000 Einwohnern ist sicherlich einer der quicklebendigsten Badeorte der Atlantikküste. Doch Daytona Beach kann nicht nur Trubel, sondern kann auch mit dem genauen Gegenteil aufwarten: Fährt man die zwölf Meilen an das südliche Ende nach Ponce Inlet, so findet man in der Umgebung des Lighthouse Point Park einen Strand der weiß ist wie Schnee und gesäumt von grasbewachsenen Dünen. Jacksonville: Stadt der Museen und Musik

Jacksonville liegt jenseits der touristischen Wahrnehmung und ist doch Floridas flächenmäßig größte Stadt. Vor allem Kulturfans kommen hier auf ihre Kosten. Im Jacksonville Maritime Museum gibt es alles rund um die Seefahrtsgeschichte zu bewundern, das Museum of Science and History bietet Sehenswertes aus dem Bereich der Wissenschaft und das Cummer Museum of Art & Gardens gilt als eines der besten Kunstmuseen Floridas. Pine Island und die Künstlerkolonie Matlacha bei Cape Coral

Pine Island bietet ein beschauliches, ländlich-gemütliches Bild. Kreativität wird hier groß geschrieben, schön bunt ist die Künstlerkolonie Matlacha. Hier befindet sich auch das Bridgewater Inn - dieses ist auf einem Pier erbaut. Von der Veranda aus kann man also direkt ins Wasser springen. Universal's Islands of Adventure: Zwischen Harry Potter, Spiderman und Hulk

Direkt neben den Universal Studios wurde 1999 der "Schwesterpark" Universal's Islands of Adventure eröffnet. Aktuellstes Highlight ist der 2010 eröffnete Harry Potter-Themenpark. Unbedingt fahren sollte man mit dem "Incredible Hulk Coaster" (Bild), einer Achterbahn, die in zwei Sekunden von Null auf 65 km/h beschleunigt und einem dem Atem raubt. 

www.universalorlando.com Spaß im Aquatica

In der Nähe von Sea World liegt der neuere Water Park Aquatica. Die Hauptattraktion ist hier der Dolphin Plunge: In einer durchsichtigen Röhre geht es durch eine Lagune, in der vier der schwarz-weiß-gezeichneten Commerson-Delfine schwimmen. 

www.aquaticabyseaworld.com Mit Delfinen schwimmen auf den Keys

Es bleibt nass. Wer einmal Delfine von nahem erleben möchte, sollte das auf den Keys tun, und zwar bei den folgenden Zentren:
Das Dolphin Cove bietet ein Programm an, bei dem man zunächst an einer 30-minütigen Bootstour in die Florida Bay teilnimmt. Danach kehrt man zur Lagune zurück und kann mit den neuen "Kumpels" schwimmen, allerdings nur etwa 15 Minuten lang. 

Weitere Zentren: Dolphins Plus (Key Largo), Theater of the Sea (Islamorada), Dolphin Connection at Hawk's Cay Resort (Duck Key) und Dolphin Reserach Center (Grassy Key). Wakulla Springs State Park: Baden im "seltsamen Wasser"

22 Kilometer südlich von Tallahassee liegen die berühmten Wakulla Springs. Inmitten einer Waldlandschaft liegt die kristallklare Quelle in einer Tiefe von 55 Metern. Pro Minute sprudeln aus dem alten Erosionstrichter etwa 2,5 Millionen Liter Wasser, die den Wakulla River ergeben. Damit befindet man sich direkt an einer der größten und tiefsten Quellen der Welt. Der Begriff Wakulla stammt übrigens aus der Seminolen-Sprache und soll so viel wie "seltsames Wasser" bedeuten. Mit dem Glasbodenboot durch den Biscayne National Park

Um den Biscayne National Park zu erleben, sollte man mit mindestens einem Tag rechnen. Abgesehen von den Mangrovenwäldern an der Küste finden sich die interessanten Dinge vor allem unter Wasser. Die Korallenriffe erkundet man am besten mit einem Glasbodenschiff, die Schiffe verkehren täglich.

www.biscayneunderwater.com Der Suwannee River: Paddeln auf dem ruhigen, dunklen Fluss

Das Wasser hier ist schwarz und geheimnisvoll, die Ruhe traumhaft. Es gibt zahlreiche Anbieter für Kanuverleih, für ein Kanu muss mit etwa 25 Dollar pro Tag gerechnet werden: Suwannee Canoe Outpost (Live Oak), American Canoe Adventures (White Springs) und Suwannee Guides (Suwannee). Tubing auf dem Rainbow River

Ein ganz besonderer Spaß ist das gemütliche Flussabwärts-Treiben auf dem Rainbow River auf einer Art großem Reifenschlauch. In Amerika wird das "Tubing" genannt. Das Schöne daran ist, dass man quasi nichts tun muss und ganz in Ruhe die schöne Umgebung genießen kann. Tubes ausborgen kann man im K.P. Hole County Park, drei Meilen nördlich von Dunnellon. Wracktauchen vor Floridas Küsten

Das größte künstliche Riff der Welt befindet sich vor Florida, bei Pensacola. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Flugzeugträger der US Navy. 2006 wurde das Schiff vor der Küste versenkt und dient seitdem für Sporttaucher als Unterwasser-Tummelplatz. 

Infos: www.divespots.com Eine Nacht unter Wasser: Jules' Undersea Lodge af Key Largo

Dieses 1986 eröffnete Hotel (100 Kilometer südlich von Miami) war das erste Unterwasserhotel der Welt und liegt in zehn Metern Tiefe in einer Mangrovenlagune. Die Zimmer bieten allen Komfort, zb. TV und Telefon. Das Essen wird in wasserdichten Koffern gebracht. Anmelden sollte man sich mindestens einen Monat vor Anreise. 

www.jul.com Charme von Old Dixie: McFarlin House in Quincy

Hier atmet jede knarrende Dielenbohle und silberne Teekanne Geschichte, immer wieder geht ein begeistertes Raunen der Gäste durch das charmante Bed & Breakfast. 

305 East King Street, Quincy, ca. 25 km nordwestlich von Tallahassee gelegen. Diese und viele weitere Tipps für eine Florida-Reise finden Sie in ... Michael Iwanowski
101 Florida: Geheimtipps & Top-Ziele
Iwanowski Verlag, 256 Seiten
12 Euro
(KURIER.at) Erstellt am
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