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Die kuriosesten Touristenfallen
02/11/2017

Die kuriosesten Touristenfallen

Die Reisesuchmaschine Checkfelix warnt vor kuriosen Betrugsmaschen und gibt hilfreiche Tipps, wie man den Gaunern garantiert nicht auf den Leim geht.

Die zehn kuriosesten Touristenfallen und BetrĂŒgereien

1. Die Masche mit dem Affen: Bali Wer auf Bali die zahlreichen exotischen Tempel und SehenswĂŒrdigkeiten besucht, darf sich hĂ€ufig ĂŒber die Gesellschaft grauer Langschwanz-Makaken freuen. Mit den sĂŒĂŸen Äffchen kann man sich zwar königlich amĂŒsieren, jedoch sollte man sich vor den flauschigen Primaten in Acht nehmen. Kinderbanden haben einige der kleinen Äffchen darauf abgerichtet, dass sie Touristen die Handtasche oder SchmuckstĂŒcke stehlen. Sobald die haarigen Diebe in den Baumwipfeln der Tempelanlagen verschwunden sind, erklĂ€ren sich Kinder selbstlos dazu bereit, das Diebesgut gegen eine kleine GebĂŒhr wieder aus dem Baum zu pflĂŒcken. Leider ist die "kleine GebĂŒhr" hĂ€ufig alles andere als klein und das ganze Schauspiel eine beliebte Betrugsmasche.

Der Tipp: Touristen sollten beim Besuch von Tempelanlagen in Indonesien WertgegenstĂ€nde immer eng am Körper tragen und die kleinen Äffchen genau im Auge behalten.

2. Vermeintlicher Touristen-Rabatt fĂŒr Kulturliebhaber: RomFĂŒr Rom-Urlauber ist ein Besuch des altehrwĂŒrdigen Petersdoms im kleinsten Staat der Welt, dem Vatikan, ein Muss. Auf dem Vorplatz des Petersdoms buhlen dutzende FremdenfĂŒhrer um die Gunst der Urlauber, bewerben unterschiedlichste Touristenattraktionen und verkaufen Tickets fĂŒr allerlei Touristenmagneten. Einige FremdenfĂŒhrer bieten Urlaubern die weltbekannte Vatikantour sogar noch einmal stark verbilligt an – dieses SchnĂ€ppchen wollen sich unzĂ€hlige Touristen natĂŒrlich nicht entgehen lassen. Das Problem an der Sache: Der Eintritt in den Petersdom ist kostenlos und die Tour frei erfunden.

Der Tipp: Urlauber sollten sich bereits vor dem Besuch beliebter SehenswĂŒrdigkeiten ĂŒber Eintrittspreise und Öffnungszeiten informieren. So entgeht man der Gefahr von Fake-TouristenfĂŒhrern ĂŒbers Ohr gehauen zu werden und findet vielleicht sogar ein limitiertes Online-Angebot.

3. SĂŒĂŸe "Überraschung": MarokkoDas Königreich Marokko, ein Staat im Nordwesten Afrikas ist fĂŒr seine Vielzahl an großartigen GewĂŒrzen und ganzjĂ€hrig mildes Klima bekannt. Kaum ein Tourist lĂ€sst sich wĂ€hrend seines Marokko-Urlaubs einen Markt-Besuch entgehen, um einzigartige Souvenirs fĂŒr die Liebsten zu Hause einzukaufen oder den heimischen KrĂ€uter- bzw. GewĂŒrzvorrat aufzustocken. Eine QualitĂ€tskontrolle ist bei den SchnĂ€ppchen jedoch durchaus angebracht. So ist es dem ein oder anderen Touristen schon passiert, dass er zu SchnĂ€ppchenpreisen einen ganzen Eimer Honig gekauft hat. Die Betrugsmasche: Unter einer dĂŒnnen Honigschicht fanden die Honigliebhaber Steine.

Der Tipp: Bei kulinarischen Souvenirs sollte man grundsĂ€tzlich immer vorsichtig sein. Hilfreich ist es, sich vor Reiseantritt ĂŒber die Ein- und Ausfuhrbestimmungen des jeweiligen Landes zu informieren und sich gleichzeitig ĂŒber die gĂ€ngigen Betrugsmaschen im Reiseziel zu informieren.

4. "Die Papiere bitte": BulgarienJedes Jahr werden zahlreiche TĂŒrkei- und Griechenlandurlauber beim Transit durch Bulgarien wegen verschiedenster VerkehrsverstĂ¶ĂŸe angehalten und kontrolliert. Die zuvorkommenden Beamten klĂ€ren die Urlauber sachlich ĂŒber ihren Verstoß auf, kassieren das Bußgeld unkompliziert direkt vor Ort und die Sache ist erledigt. Das Problem dabei: Bulgarische Polizisten dĂŒrfen bei Verkehrsdelikten grundsĂ€tzlich kein Bargeld abkassieren. Bei den freundlichen Beamten handelt es sich um verkleidete BetrĂŒger, die uninformierte Urlauber um ihr Bares erleichtern.

Der Tipp: Touristen, die in Bulgarien von der Polizei kontrolliert werden, sollten sich immer den Dienstausweis zeigen lassen, die Dienstnummer des Beamten notieren und bei Verkehrsdelikten keinesfalls bar bezahlen.

5. Über den Tisch gezogen: Thailand Ein gemĂŒtliches Abendessen an einem der berĂŒhmten weißen SandstrĂ€nde in Thailand zĂ€hlt fĂŒr viele Reisende zum Urlaubs-Muss. Zahlreiche Restaurants und Bars tummeln sich entlang einzigartiger Promenaden und ziehen die Touristen mit unschlagbar gĂŒnstigen Angeboten quasi magisch an. Eine besonders gĂ€ngige Betrugsmasche in Thailand ist es, Touristen bei der Zahlung in ein intensives GesprĂ€ch zu verwickeln, sodass sie ihr Wechselgeld nicht kontrollieren. So kann es schnell passieren, dass Urlauber das Restaurant zwar satt, jedoch um einige Baht leichter verlassen.

Der Tipp: Urlauber sollten sich beim Bezahlen immer genug Zeit nehmen und das Wechselgeld aufmerksam kontrollieren und nachzÀhlen.

6. Die Touristen-Maskerade: BarcelonaBarcelona-Besucher möchten selbstverstĂ€ndlich so viel wie möglich ĂŒber die zahlreichen SehenswĂŒrdigkeiten wie den berĂŒhmten Park GĂŒell, die Sagrada Familia oder die Casa MilĂ  erfahren. Und wo könnte man mehr erfahren, als im Rahmen einer FremdenfĂŒhrung? Urlauber sollten die anderen Teilnehmer jedoch ganz genau unter die Lupe nehmen. Der Trick bei der dortigen BetrĂŒgerbanden: Die Gauner verkleiden sich lediglich als Urlauber, mischen sich unter die Touristen-Gruppen und gelangen so unbemerkt an die Wertsachen der nichtsahnenden Urlauber.

Der Tipp: Urlauber sollten in fremden Umgebungen prinzipiell immer sehr wachsam sein, ihre nÀhere Umgebung und Wertsachen stets fest im Auge behalten.

7. Unverhoffte Erfrischung: VenedigNach einem anstrengenden Sightseeing-Trip gibt es wohl kaum etwas Schöneres, als völlig entspannt eine kleine Erfrischung an einem schattigen PlĂ€tzchen zu sich zu nehmen. Ein besonders schöner Ort hierfĂŒr ist der Markusplatz in Venedig. Hunderte Urlauber lassen sich jeden Tag unter den einladenden Sonnenschirmen der zahlreichen CafĂ©s nieder, um genĂŒsslich einen Espresso und italienische SpezialitĂ€ten zu genießen. Dass sie diese Entscheidung mit großer Wahrscheinlichkeit teurer als erwartet zu stehen kommen wird, ist jedoch nur den Wenigsten bewusst. Das Problem: Zahlreiche CafĂ©s verlangen fĂŒr die erfrischenden GetrĂ€nke fast das Doppelte, sobald das GetrĂ€nk nicht an der Bar, sondern am Kaffeetisch zu sich genommen wird. Wer draußen sitzt, wird hĂ€ufig noch einmal zusĂ€tzlich fĂŒr die musikalische Untermalung durch das Orchester am Markusplatz zur Kasse gebeten.

Der Tipp: Urlauber sollten die MenĂŒkarten vor dem CafĂ©besuch ganz genau studieren, um nicht in versteckte Touristenfallen zu tappen. HĂ€ufig muss man den Vermerk jedoch ganz besonders gut suchen, da er extra klein gedruckt wurde.

8. Das Tollpatsch-Team: Teneriffa Ausschweifende Shoppingtouren gehören im Urlaub fĂŒr viele Touristen ganz einfach dazu. Große Einkaufszentren und gigantische Malls laden zum nahezu grenzenlosen Shopping-VergnĂŒgen ein. Im Zuge des Shoppingtrips kann es natĂŒrlich durchaus auch einmal vorkommen, dass ein Passant fragt, ob man vielleicht eine MĂŒnze fĂŒr den Einkaufswagen wechseln kann. Kaum ist das Geld gewechselt, kann der Shopping-Spaß auch schon weitergehen. Kaum betritt der Urlauber das nĂ€chste GeschĂ€ft, stolpert der Passant im Eingangsbereich eindrucksvoll. Der Urlauber hilft dem hilflosen Tollpatsch, der unglĂŒcklich GestĂŒrzte bedankt und verabschiedet sich und beide gehen getrennter Wege. Leider verabschiedet sich mit dem Tollpatsch auch die eigene Geldbörse. Die Masche hinter der Abzocke: Der "MĂŒnzwechsler" hat die Geldbörse des Touristen ausgespĂ€ht, wĂ€hrend der Stolper-Trick zu einem Moment der Unruhe fĂŒhrt und die Geldbörse aus der Tasche des Touristen gefischt wird. Sehr kreativ, sehr fies.

Der Tipp: SÀmtliche WertgegenstÀnde zu jeder Zeit gut verschlossen in einer Tasche verstauen. Im Urlaub rÀt es sich immer, seine Wertsache so eng wie möglich am Körper zu tragen.

9. Doppelt hĂ€lt besser: Budapest Ein nettes Dinner in einem Budapester Lokal mit direktem Blick auf die Donau, gemĂŒtlicher Musik und vorzĂŒglichem Essen – so lassen zahlreiche Budapest-Urlauber einen ereignisreichen Tag in der ungarischen Hauptstadt ausklingen. SelbstverstĂ€ndlich möchte man sich nach einem hervorragenden Dinner und tollem Service mit einem ordentlichen Trinkgeld erkenntlich zeigen. Der Witz an der Sache: Viele Lokale in Budapest haben bereits eine 10-prozentige "Service Charge" auf die Rechnungssumme aufgeschlagen. Touristen, die das nicht wissen, geben hĂ€ufig doppeltes Trinkgeld, da die Kellner sie nicht auf diesen Umstand aufmerksam machen.

Der Tipp: Touristen sollten vor dem Bezahlen jeweils immer noch einmal auf die Rechnung schauen, um zu ĂŒberprĂŒfen ob sie womöglich bereits schon Trinkgeld bezahlt haben. Wer sich fĂŒr den außerordentlichen Service beim Kellner bedanken möchte, kann natĂŒrlich dennoch zusĂ€tzliches Trinkgeld vergeben.

10. Das (un)verfĂ€ngliche Souvenir: ParisGarantiert kein Paris-Urlauber möchte sich die eindrucksvollen Wahrzeichen der Stadt der Liebe entgehen lassen. Ganz gleich ob Montmartre, das wunderschöne KĂŒnstlerviertel im Herzen von Paris, Eiffelturm, Notre Dame oder SacrĂ© CƓur – Paris hat einiges zu bieten. Dessen sind sich jedoch auch zahlreiche Gauner bewusst. Junge Souvenir-VerkĂ€ufer postieren sich gezielt vor den beliebten Touristenattraktionen und versuchen die Urlauber buchstĂ€blich um den Finger zu wickeln. Erst verwickeln die HĂ€ndler unwissende Urlauber in ein kurzes GesprĂ€ch, verknoten in Windeseile ein geflochtenes Stoffarmband um das Handgelenk der verdutzten Touristen. Das Stoffarmband wird dabei so fest zugeknotet, dass es sich nicht mehr abnehmen lĂ€sst. Im nĂ€chsten Schritt verlangen die HĂ€ndler dann einen saftigen Preis fĂŒr das Accessoire.

Der Tipp: Urlauber sollten die VerkÀufer einfach ignorieren und gegebenenfalls die HÀnde einfach schnell in die eigenen Hosentaschen stecken.

Tipps vom Außenministerium: Wie man Touristenfallen und BetrĂŒgereien vermeidet "Als Faustregel gilt: umso weniger man ein Land kennt, desto mehr sollte man sich darĂŒber informieren. Geld sollte man ausschließlich in Banken oder Wechselstuben wechseln, Souvenirs nicht im Hinterhof kaufen und UrlaubsaktivitĂ€ten nur ĂŒber offizielle Reiseveranstalter buchen", so das Bundesministerium fĂŒr Europa, Integration und Äußeres.

checkfelix.com

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