Reise
25.01.2018

Inseltraum: Die schönsten Strände von Sansibar

Gewürze haben die Insel einst reich gemacht, jetzt ziehen Meer und Sand immer mehr Urlauber an.

Sansibar ist so, wie es klingt: Eine etwas verschlafene Insel im Indischen Ozean, dem afrikanischen Kontinent vorgelagert, die nach Märchen und Gewürzen riecht.

Gewürze sind es auch, für die Sansibar in der Vergangenheit berühmt war und für Kenner jetzt noch ist. "Hier schmecken die Dinge so, wie sie sind. Saures schmeckt wirklich sauer, Scharfes wirklich scharf," erklärt Abdullah den guten Ruf der Insel für Zimt, Piment, Pfeffer, Ingwer und Muskatnuss. Und Früchte schmecken mit einer Intensität, die wir in Europa gar nicht kennen; Mangos, zum Beispiel, mit ihrer Mischung aus süß und harzig, duften geradezu berauschend.

Die Gewürzplantagen können Touristen besuchen, auf dem Markt in der Hauptstadt Stonetown wird die Ernte feilgeboten: Das bunte Bild von Händlern, Kauflustigen und Touristen zwischen den Bergen an Früchten, Gewürzen, Fisch und Kleidern kann über die Armut nicht hinwegtäuschen. Auch in den Gassen der Altstadt, die zum Bummeln und Souvenir-Einkauf einladen, ist vom einstigen Reichtum wenig zu sehen.

Dunkle Vergangenheit

Einige wenige Gebäude und manchmal recht aufwendig gestaltete Eingangsportale lassen den einstigen Wohlstand erahnen. Trotzdem ist Stonetown Weltkulturerbe, wobei die Kultur, auf der die Stadt begründet ist, sicher nicht vererbt werden sollte.

Stonetown war das östliche Zentrum des afrikanischen Sklavenhandels, Sansibar eine Dependance des Scheichs von Oman. 15 bis 20 Dollar soll ein Sklave gekostet haben, wobei Abdullah, der Führer, die Kaufkraft dieser Summe nicht näher erläuterte. Offiziell wurde der Sklavenhandel 1873 beendet, inoffiziell ging der Menschenhandel bis 1906 weiter. Ein Denkmal vor der Kathedrale erinnert an das unermessliche Leid, dass die Gefangenen erdulden mussten.

Ein anderes Kulturdenkmal ist leicht zu übersehen: Vor einem schlichten Haus steht ein Mann mit Fotoapparat, hat die Hände gen Himmel gestreckt und ruft voller Begeisterung immer wieder: " Freddy, Freddy, Freddy!" Das unscheinbare Gebäude ist das Geburtshaus von Freddy Mercury, dem berühmten Leadsänger der Band "Queen" und zählt zu den ausgewiesenen Attraktionen, wobei sich der Besucheransturm in Grenzen hält.

Affen und Sand

Was Sansibar für einen entspannten Urlaub so attraktiv macht, sind die wunderbaren Strände mit Palmen, weißem Sand und türkisblauem Wasser. Besonders beliebt sind sie im Norden der Insel rund um den kleinen Ort Nungwi, und im Westen, weil dort die Gezeiten nicht so stark zu spüren sind. Zahlreiche Hotels, viele davon in westlicher Fünf-Sterne-Qualität bieten jede Menge Entspannung, Wellness und ausgezeichnetes Service.

Die Luxushotel-Kette The Residence hat für einen seiner vier Standorte weltweit Sansibar ausgewählt. Tatsächlich wird hier Luxus pur geboten. Untergebracht werden die Gäste in Bungalows, jeder mindestens mit Wohnzimmer, Schlafraum, Bad und einem eigenen Pool ausgestattet. Die Terrasse vor dem Restaurant liegt direkt am Strand, wo sich traumhafte Sonnenuntergänge bei einem kühlen Drink sehr entspannt genießen lassen. Natürlich gibt es einen Spa-Bereich, wo zusätzlich Pflege und Entspannung für den Körper angeboten wird.

Hideaway

Das zweite Luxusresort ist das Hideaway von Nungwi. Es liegt im Norden an der Westküste der Insel. Auf dem Weg dorthin lässt sich der Jozani Chwaka Bay National Park gut besuchen. Bekannt ist er für die Sansibar Stummelaffen, die sich von den Besuchern kaum stören lassen und daher leicht zu fotografieren sind.

Gleich hinter dem Strand lädt in diesem Hotel ein riesiger Pool zum Schwimmen ein. Die Häuser mit den Zimmern sind von einem wunderbaren Garten umgeben, der die Vielfalt an Blumen und Sträuchern der Insel eindrucksvoll zur Schau stellt. Auf Wunsch wird das Dinner am Strand serviert, der Weg dorthin ist mit hübschen Laternen gesäumt; das Essen ist zwar nicht sehr warm, aber man vergisst es ohnehin, weil der tief dunkelblaue Himmel mit Trillionen funkelnder Sterne die Aufmerksamkeit gefangen hält.

Info

Anreise Mit Ethiopian Airlines von Wien über Addis Abeba ab 580 € fünf Mal/ Woche. www.ethiopianairlines.com

Währung 1 € = 2700 TZS (Tansania Schilling)

Visum Bei der Einreise wird ein Visum (direkt am Flughafen um 50 USD) benötigt.

Pauschalangebote Meiers Weltreisen bietet 7 Tage/HP im Hideaway von Nungwi ab 1670 €/P. an. www.meiers-weltreisen.de
Es zahlt sich aus, Sansibar mit einer Tansania-Reise (Kilimandscharo, Ngongoro-Krater) zu verbinden, z.B: 11 Tage Studienreise ab 5578 €, inkl. Flug, 10 Nächtigungen. www.dertour.de

Hotels Entlang der Küste sind viele Hotels in jeder Preiskategorie zu finden. Einfaches B&B schon ab 20 € /DZ.

The Residence Zanzibar 5* ab 470 € pro Nacht /HP, www.zanzibar-retreats.com