Camping im Herbst? Warum die Nebensaison viele Vorteile hat

Freiheit beginnt dort, wo du die Autotür und das Zelt offen lassen kannst. Die Faszination des Campens ist, dass man alles dabei hat und dass spießige Grenzen verschwimmen. Das Auto ist der Koffer, das Bett ist das Auto
Der Herbst gewinnt bei Reisenden an Beliebtheit, worauf man beim Camping in der "goldenen Jahreszeit" achten sollte.

Reisende, die nicht an Schulferien gebunden sind, sind gut beraten, ihren Urlaub außerhalb der Hauptsaison zu buchen. Günstigere Angebote und weniger Massen bei angenehmen Temperaturen locken auch immer mehr Camping-Urlauber. Insbesondere bei der Generation 55+ gewinnt der Herbst immer mehr an Beliebtheit.

Die Statistik Austria belegt: Die Monate Oktober, November und Dezember werden insbesondere für Städtetrips ins Ausland oder für Aktivurlaube in Österreich genutzt, beide Reiseformen lassen sich gut mit Camping verbinden, meint der Österreichische Camping Club (ÖCC) und gibt Tipps, worauf man achten muss.

Hochwertiges (Kuppel-)Zelt mit hoher Wassersäule

Wärmere Tage und Nächte im Herbst werden eingefleischte Camper auch zum Zelten nutzen. "Im Herbst gilt es dabei besonders auf die Wasserdichtheit des Zelts zu achten – eine Wassersäule von mindestens 5.000 mm ist ein Muss. Noch besser geeignet sind aber mindestens 8.000 mm, dann hält das Zelt auch heftige, länger andauernde Regenfälle aus", weiß Tomas Mehlmauer, Präsident des ÖCC.

Für angenehme Nächte muss das Zelt außerdem von unten gut isoliert sein (z.B. mit Isomatten aus Schaumstoff) und die Nähte sollten gut verschweißt sein. Gegen höhere Windstärken wappnet man sich am besten mit einem Kuppelzelt – das ist wegen der geringeren Größe meist standfester. Für den Schlafsack sollte jedenfalls noch ein warmes Inlett dabei sein.

Wohnwagen: sparsam mit Propangas heizen

An kühleren Tagen wird man im Campingfahrzeug bereits die Heizung aufdrehen. "Wichtig dabei ist, konstant auf niedriger Stufe zu heizen und das Reisemobil bzw. den Wohnwagen zwischendurch nicht komplett auskühlen zu lassen, sonst verbraucht man zu viel Energie", rät der Camping-Experte. "In kalten Nächten sollte man unbedingt nur Propangas zum Heizen verwenden, denn Butangas verdampft ab Temperaturen unter 4 Grad nicht mehr."

Und die beste Heizung nützt nichts, wenn das Campingfahrzeug nicht ausreichend isoliert ist – daher sollte man diesen Punkt insbesondere beim Fahrzeugmieten vorab klären.

Vorteile gibt es viele

"Vorteile bietet der Reise-Herbst einige: Die Preise sind oft niedriger bzw. gibt es attraktive Reise-Packages, man hat meist mehr Ruhe am Campingplatz und ein gemütliches Lagerfeuer ist dann schon beinahe Pflichtprogramm", schwärmt Tomas Mehlmauer.

Egal, ob Campingfahrzeug oder Zelt – wer viel draußen unterwegs ist, braucht geeignete Kleidung, die regen- und windfest ist. Fleece wärmt gut und trocknet schnell. Für den zeitigeren Nachteinbruch sollte eine Taschen- oder Stirnlampe stets griffbereit sein.  

Tipps, wo man in der Nähe von Thermen oder Städten am besten campen kann und welche Wanderziele sich für Camper lohnen, kann man unter www.campingclub.at nachlesen.

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