Auckland: Die Stadt der Segelboote

KURIER.at-Serie Städtereisen: In keiner anderen City ist die Bootsdichte pro Kopf höher als in Auckland. Doch auch an Land hat die neuseeländische Metropole viel zu bieten.

Gleich auf den ersten Blick wird deutlich: Das neuseeländische Auckland wird vom Wasser bestimmt. Waitemata, glitzerndes Wasser, haben die Maori jene Bucht getauft, die heute das Zentrum begrenzt. Für viele Besucher ist Auckland das Eingangstor zu Neuseeland. Es ist Heimat vieler Einwanderer aus Polynesien und Südostasien, was ihm ein ausgeprägtes multinationales Flair verleiht. Seinen Häfen und zahllosen vor der Küste gelegenen Inseln (vor allem Rangitoto und Waiheke sind für einen Tagesausflug zu empfehlen) verdankt Auckland den Titel "Stadt der Segel" und im Vergleich zu allen anderen Städten Neuseelands versprüht es am ehesten so etwas wie Großstadtflair. Für Segel-Fans ist vor allem der Waitemata-Hafen, übersät mit Inseln, ein faszinierendes Revier. Die Aucklander lieben ihre Boote, ... ... angeblich ist die Bootsdichte pro Kopf höher als sonst wo auf der Welt. 

Auch als Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Stadt, die übrigens auf einem Vulkanfeld erbaut wurde, ist der Hafen ideal. Konkret sollte man den Erkundungsgang am Ferry Building an der Quay Street beginnen. In dessen Nähe befindet sich das Viertel um den Viaduct Harbour - hier dümpeln im Sommer Superjachten aus aller Welt. Am Viaduct Harbour (Ecke Hobson/Quay St.) befindet sich auch Aucklands Besucherinformation. Als goldene Meile von Auckland wird die Queen Street bezeichnet, hier kann man bis spät in den Abend hinein shoppen. Schwer vorstellbar dass hier noch weniger als 150 Jahren Wellen plätscherten - die Queen Street war damals eine Schlucht, auf deren Grund floss ein Kanal. Eines der Top-Sehenswürdigkeiten von Auckland befindet sich in der Queen Street - der 328 Meter hohe Sky Tower. Von seinen Plattformen hat man einen ausgezeichneten Blick auf die Stadt und begreift die außergewöhnliche geographische Lage am besten. Mutige können sogar vom Turm springen. Einen schönen Blick von unten auf den Sky Tower hat man vom Albert Park aus. Im östlichen Teil des Parkes sind mehrere historische Gebäude zu finden, die zur University of Auckland gehören. Neben dem Sky Tower sollte man folgende Sehenswürdigkeiten nicht verpassen: Maritime Museum, Queen Street, Aotea Square, Auckland Art Gallery, Auckland Museum und Kelly Tarlton´s Underwater World (hier führt ein Acryltunnel durch die schillernde Unterwasserwelt). Bis heute halten übrigens die positiven Auswirkungen des Filmerfolgs "Herr der Ringe" im Tourismusgeschäft an. Vielen wurden durch die Filme die Landschaft und Schönheit des Landes nähergebracht. Einige der Filmsets sind allerdings sehr abgelegen und nur durch eine kommerzielle Tour zugänglich. 

(Bild: North Shore beach, Takapuna) Nach einem aufregenden Tag in Auckland kann man die neuseeländische Küche genießen; diese präsentiert sich heute vor allem multikulturell. Die Auswahl an frischen Früchten ist groß: Kiwis, Kirschen, Pfirsiche oder Exoten wie die grüne Feijoa (leicht säuerlicher Geschmack) oder Tangelos (sehr süße Orangensorte). Gekocht wird in Neuseeland mit viel Fisch, zu den besten Sorten zählen Gurnard, Groper und Terakihi. Beliebt sind auch die Greenlipped Mussels, eine heimische Muschelart. Zu den eher neuen kulinarischen "Errungenschaften" zählt ein Frühstücksbier mit Kirschgeschmack - eine neuseeländische Brauerei glaubt, damit eine Marktlücke gefunden zu haben. "Gelegentlich trinken die Menschen auch Champagner zum Frühstück, warum also nicht auch ein Bier", sagte Brauereichef Josh Scot. Gemütlich essen kann man in Auckland etwa entlang des Tamaki Drive. Er führt über acht Kilometer an Buchten, Parks, Badestränden und Sehenswürdigkeiten entlang. Nach dem Essen kann man sich Boote ausleihen oder am Strand spazieren gehen, am besten befährt man die Uferstraße per Auto oder Bus. Buchtipp

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Neuseeland: APA Guide mit Reisemagazin
Polyglott-Verlag, 384 Seiten
24,95 Euro
(KURIER/Auckland) Erstellt am
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