Reise
13.02.2018

4 unbekannte Alternativen zum Grand Canyon

Arizona bietet atemberaubende Nationalparks und Naturerlebnisse, die kaum jemand kennt.

Die Nationalparks der USA sind bei Touristen besonders beliebt. An der Spitze steht in Arizona ohne Frage der Grand Canyon National Park. Doch auch wenn der Grand Canyon zum Pflichtprogramm jedes Arizona-Urlaubs gehört, gibt es neben ihm eine ganze Palette an unbekannten National und State Parks, die ebenso faszinierend sind. Gleich zwei Dutzend Nationalparks sind über ganz Arizona verteilt und zusammen mit den State Parks ergibt dies über 30 besondere Ausflugsziele in die Geschichte und einmalige Natur Arizonas. Vier Highlights:

Im Nordosten wartet das Canyon de Chelly National Monumentinmitten des Gebietes der Navajo Indianer auf seine Gäste. "D'Schei", wie der Canyon ausgesprochen wird, umfasst mehr als 2500 archäologische Stätten, deren Ursprünge sich auf den Zeitraum zwischen 1500 v. Chr. und 1350 n. Chr. zurückführen lassen. Er wird als eine der ältesten fortwährend besiedelten Stätten Nordamerikas betrachtet, die man mit dem Jeep, zu Fuß oder auf dem Rücken eines Pferdes erkunden kann. Am Boden der überwältigenden Schlucht lassen sich die White House Ruins, die in den Fels geschlagenen Behausungen der Ureinwohner, bestaunen. Empfehlenswert ist ein Zwischenstopp oder eine Übernachtung inChinle,denn in dem direkt am Canyon de Chelly gelegenen kleinen Örtchen lässt sich die Lebensart und Kultur der Navajo Indianer hautnah erleben.

In der Region North Central Arizona auf dem Weg vom Grand Canyon in Richtung Phoenix findet man gleich zwei weitere, weniger bekannte aber beeindruckende Ausflugsziele. Südlich von Sedona liegt Camp Verde, in dem dasMontezuma Castle National Monumentliegt, eine historische Felsenwohnstätte aus der Zeit um 1150, die hoch über das Tal emporragt.

Nur eine Autostunde von Camp Verde entfernt befindet sich Payson, das dicht umgeben wird vom Tonto National Forest. Außerhalb des Ortes sollten Besucher denTonto Natural Bridge State Park mit seiner Kalksteinbrücke nicht verpassen, die eine Höhe von 56 Metern und eine Breite von 45 Metern überspannt. Verbunden werden kann das mit einem Besuch von Paysons zahlreichen Kunst- und Antiquitätenläden oder desRim Country Museum, das einen Einblick in die frühe Geschichte der Einwohner gibt.

Auch im Süden bieten sich zwei Ziele für einen Besuch an. Wenn es eine wahre Geschichte hinter den Abenteuern von Winnetou und Old Shatterhand gibt, dann hat sie im Gebirge des heutigenChiricahua National Monumentgespielt. Hier entstand eine tiefe Freundschaft zwischen dem Apachen-Häuptling Cochise und dem Besitzer einer Poststation des Pony Express, die womöglich im späteren Friedensvertrag zwischen der US-Armee und den Indianern gipfelte. Wer vom Wilden Westen nicht genug bekommen kann, der besucht am besten gleich noch Tombstone. In der typischen Westernstadt fand seinerzeit der legendäre Shoot Out am O.K. Corral statt.