21 Reisen für Ruhe-Suchende

Relax-Urlaub in aller Welt: Vom Pilgern in der Provence übers Grübeln in Amsterdam bis hin zum wohl einsamsten Hostel der Welt - mit diesen Travel-Tipps kommen Sie zur Ruhe.

Entspannung und Ruhe - das ist es, was viele im Urlaub suchen. Tipps, wo man bei der Flucht aus dem Alltag am besten hinfährt, gibt ein neuer Reiseführer. "101 Reisen für die Seele – Relaxen & Genießen in aller Welt", erschienen im Iwanowski-Verlag, listet 101 individuelle Tipps für Urlauber auf, die es ruhig und einsam haben möchten.

21 der 101 Tipps finden Sie in dieser Bildergalerie. 

Provence - Mystische Maria Magdalena

Bestens geeignet, um "sich selbst zu finden" ist der Pilgerweg auf Maria Magdalenas Spuren in Südfrankreich - etwa von Saint-Maximin-la-Sainte-Baume aus. Die gesamte Route ist rund 450 Kilometer lang, auf jeden Fall empfehlenswert ist das Wandern auf dem Bergzug Sainte-Baume. Hiddensee, Ostsee (Deutschland) 

Hiddensee liegt westlich von Rügen und ist komplett autofrei. Wer mit dem Auto anreist, sollte genug Zeit fürs Parken und Gepäcktransfer einplanen. In Schaprode auf Rügen werden Autos geparkt, dann geht es auf die Fähre. 
Ein spezielles Angebot sind die Fastenkurse auf der Insel. Nach einer Woche Enthaltsamkeit mit Algen und Tee ist nicht nur der Körper entschlackt, der Geist auch.
www.fasten-auf-hiddensee.de Irschen, Kärnten

Irschen liegt im westlichen Kärnten auf 802 Metern Höhe und gilt als das allererste Kräuterdorf der Alpen. Perfekt also für entspannte Tage. Zum Beispiel im Bio-Hotel Mandler mit Kräuterkissen und Honigseife auf dem Zimmer. Safiental, Graubünden (Schweiz)

Handyempfang? Fehlanzeige. W-Lan? Auch nicht. Dafür Berge, Berge, Berge. Das Safiental gehört zu den einsamsten Orten in der Schweiz. 
Am Eingang der 340 Seelen-Gemeinde grasen Yaks, Lamas und Kamele unter tibetischen Gebetsfahnen. Wer im Safiental wandert, kauft sich morgens eine Verpflegung und lebt den Rest des Tages aus dem Rucksack. Denn Gasthäuser sind hier Fehlanzeige. 

Übernachten kann man übrigens im Berggasthaus Turrahus, ganz am Ende des Tales gelegen. Visperterminen, Wallis (Schweiz)

Wer als Reisender nach Visperterminen kommt, ist schnell Teil der Gemeinschaft und lernt viel über das traditionelle Dorfleben. Handarbeit wird hier etwa groß geschrieben. Die Frauen binden Kopfschmuck aus Federn, stricken Pulswärmer oder treffen sich zu mysteriösen Kartenspielen. 

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Hotel Rothorn. Diskoinsel (Grönland)

Völlig aus ihrem Biorhythmus kommen Reisende in Grönland, wenn dort die Sonne 24 Stunden lang scheint. Trotz Sonnenschein: Das Meer ist hier, mit nur fünf Grad, zu kalt zum Schwimmen. Zwischen den Orten gibt es keine Straßen. Im Winter verbinden Hundeschlitten die kleinen Weiler, im Sommer sind Boote die Hauptverkehrsmittel. Wer hier wandert, fühlt sich am einsamsten Platz der Welt. So weit der Blick reicht nichts als Tundra. 

Hotels gibt es nur wenige. Schönste Übernachtungsmöglichkeit ist das Napasunnguit Hostel (Bild), welches einen wunderbaren Blick auf das Eismeer bietet, allerdings auf dem Niveau einer Jugendherberge. Karpathos (Griechenland)

Jede Nation hat ihre eigenen Tänze. Den griechischen Tanz lernen, und das noch direkt am Meer - das ist eine ganz besondere Erfahrung und entspannt ungemein. 
Tanzreisen organisiert etwa das griechische Zentrum in Hamburg.
 www.griechisches-zentrum.de Schnalstal (Südtirol, Italien)

Im Schnalstal (nördlich von Meran) halten Schäfer eine ganz besondere Tradition aufrecht: Sie treiben ihre Schafe jedes Jahr über den Gletscher. Touristen können sie auf dieser einmaligen Wanderung begleiten - und zur Ruhe kommen. Frühes Aufstehen ist allerdings Pflicht - die Wanderung beginnt schon um vier Uhr morgens. 

Der Schafabtrieb findet immer im Juni statt, zurück geht es Mitte September. 
Tourismusverband Schnalstal: www.schnalstal.it Insel Texel (Niederlande) 

Dünen, sehr viele Schafe und fast ebenso viel Wind, der die Sorgen aus dem Kopf bläst - das alles bietet die Insel Texel. Zur Hauptreisezeit ist Texel äußerst beliebt, außerhalb der Sommerferien sind die Besucher mit sich und ihren Gedanken aber allein. 
Das Auto sollte man besser stehenlassen - bestens erkunden lässt sich die Insel per (Leih-)Rad. Salina (Italien)

Zwei Stunden von Sizilien entfernt, mitten im äolischen Meer, liegt Salina, ein kleines malerisches Eiland. 
Wie auf vielen Inseln, scheinen die Uhren hier langsamer zu ticken und die Menschen entstresster zu sein. 

Wer auf Salina landet, riecht ihn sofort, diesen charakteristischen Geruch. Die 28 Grad warme Luft spielt den Duft von Jasmin, wilden Rosen, Ginster und Erdbeerbäumen in die Nase. Wenig später Schwaden von Eukalyptus - auf Salina gibt es den dichtesten Wald der Liparischen Inseln. Fuerteventura (Spanien)

Die zweitgrößte Kanareninsel ist stark von Vulkanen und Lavagestein geprägt. Einer der schönsten und einsamsten Strände ist der Playa de Cofete. Einsam, da die Unterströmung zu gefährlich zum Schwimmen ist, dafür erlebt man hier ruhige Stunden. Amsterdam (Niederlande)

Auch mitten in Amsterdam findet man Oasen der Ruhe. Wer das Hotel de Filosoof betritt, kommt in eine andere Welt. Und ins Grübeln. Was ist das Leben? Wie frei ist der Geist? Diese und andere Fragen kreisen bei einem Besuch des Hotels im Kopf. Der gestresste Großstadtgeist kann hier einen Gang zurückschalten, zudem ist vor der Tür des Hotels der Vondelpark zu finden - einer der schönsten und größten Parks der Stadt. Auf der anderen Parkseite liegt unter anderem das Van Gogh-Museum. 

Hotel de Filosoof
Anna van den Vondelstraat 6
1054 Amsterdam Sansibar (Afrika)

Sansibar liegt vor der Küste Tansanias. Etwa zwei Stunden per Fähre entfernt liegt die Stadt Dar es Salaam am Festland. Von dort fliegen auch kleine Flugzeuge auf die Insel. Bei einem morgendlichen Strandspaziergang hat man das Gefühl, ganz allein auf der Welt zu sein. 
Sansibar ist bekannt als Gewürzinsel, deswegen sollten Touristen unbedingt eine Spice-Tour machen. Atacamawüste (Amerika)

In Chiles Atacamawüste treffen sich Sternengucker aus aller Welt, weil es hier den klarsten Himmel gibt. Wer einmal dort war, nimmt vor allem eines mit nach Hause: Ehrfurcht vor den Kräften der Erde. 
Als Hoteltipp bietet sich das Hotel Kunza an, eine wahre Oase im verträumten San Pedro, mit einem großen Angebot an eigenen Touren - Mountainbiketouren durch die Wüste etwa. www.hotelkunza.cl Yangtze (China)

Die Landschaft zieht im Schneckentempo vorüber, grüne Uferstreifen sind vom Nebel des frühen Morgen verschleiert. Das monotone Brummen der schweren Motoren des großen Kreuzfahrtschiffes und die platschenden Wellen durchbrechen die Stille der Landschaft: Eine Flusskreuzfahrt auf dem Yangtze ist ein ganz besonderes Erlebnis. Anbieter für eine solche Tour ist zB. Nicko Tours (www.nicko-tours.de). Kailash (Tibet)

Größtes Heiligtum der Buddhisten und Hinduisten ist der Berg Kailash. Wer dorthin reist, findet Menschen beim andächtigen Pilgern und eine Ruhe, die es nur so weit oben in den höchsten Bergen der Welt gibt. 
Der Wander-Rundweg um den Kailash ist nur schwer zu erreichen. Reisende starten von Simikot im Nordwesten Nepals aus. Erst nach fünf Tagen intensiven Trekkings erreichen sie von dort aus den Manasarovar-See. Einige Anbieter schnüren Pakete, etwa Hauser-Exkursionen. Adelaide (Australien)

Den ganzen Tag durch orangefarbene Landschaft reiten und gemeinsam mit Cowboys Rinder treiben. Dazu als so ziemlich einziges Geräusch Hufeklappern. Dieser wild-romantische Urlaub wird im australischen Adelaide möglich. Im Zentrum der Reise steht die Anna Creek Station, die größte Rinderfarm der Welt. Insgesamt sechs verschiedene Touren können Reisende hier rund um den Vertrieb buchen. Infos: www.cattledrive.com.au Fünen (Dänemark)

Die dänische Ostseeinsel Fünen ist bekannt für ihre Schlösser und Strände. Es scheint, als sei die Zeit hier stehengeblieben. Auch Stress und Hektik finden auf Fünen keinen fruchtbaren Boden. Übernachten kann man etwa in Else Hansens Staevnegarden in Flodstrup, ein Bed & Breakfast-Bauernhof mit selbstgebrautem Bier und selbstgemachtem Käse. 
www.staevnegaarden.dk Brandenburg (Deutschland)

Brandenburg an sich ist jetzt nicht extrem ruhig. Es gibt aber durchaus Relax-Inseln. Eine davon ist das Baumhaushotel Kulturinsel in der Neißeaue. Hier werden Kindheitsträume wahr: Schlafen in den Bäumen. Für Übernachtungen sollten Gäste viel Abenteuerlust im Gepäck haben - und anderes. Denn wer weit oben in den Baumkronen übernachten will, muss den Fabelwesen auch Geschenke mitbringen: Elfe Fiona etwa wünscht sich Knöpfe.

Geöffnet hat das Hotel von Ostern bis Ende Oktober. 
www.kulturinsel.de Äußere Hebriden (Schottland)

Auf Barra, der südlichsten Insel der Äußeren Hebriden, bestimmt der Mond, wann die kleine Propellermaschine landet. Möglich ist das nur bei Niedrigwasser, wenn sich das Meer zurückgezogen hat. Fähren fahren von Oban oder Ullapool verschiedene Inseln an. Soviel zur Anreise. Auf jeden Fall ist hier reichlich Platz, um den Gedanken freien Lauf zu lassen. 
Infos: www.visit-scotland.com Smaland (Schweden)

Im schwedischen Nationalpark Norra Kvill findet sich noch ein richtiger Urwald. Sogar eine tausendjährige Eiche gibt es dort zu bestaunen (Bild). Besucher erleben hier ein einmalig würziges Aroma aus Waldboden und warmem Kiefernholz - und viel, viel Ruhe. 

Anfahrt: Von Vimmerby Richtung Ydrefors, sieben Kilometer vor Ydrefors ausgeschildert. 
www.naturvardsverket.se Mehr entspannende Reise-Tipps finden Sie in:

Daniela Kebel, Andrea Lammert
101 Reisen für die Seele - Relaxen und Genießen in aller Welt
Iwanowski Verlag, 256 Seiten
12 Euro
(KURIER.at) Erstellt am
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