Politik 06.01.2012

Watschenmann: ÖVP schlägt Niko Pelinka

Heute schon geärgert?

Unsere Anregung zur virtuellen Aufregung im Spiegel der Poster, User, Blogger und Chatter letzter Woche (Ranking u.) böte dazu folgende verblüffende Fallstudie einer klassisch österreichischen „Farbenlehre“:

Bei den schwarzen Spar-Ideen sieht die Community rot – für den roten ORF -Einsteiger dagegen schwarz. Im Klartext: Die ÖVP schlägt im WWW (Wienweite Wutbürger) Niko Pelinka um stolze 795 (Mitglieds?-)Beiträge.

Helmut Rößmann grämt sich (auf kurier.at), „dass sich die ÖVP immer noch Volkspartei nennt“. Er hielte etwa Vermögendenpartei – angesichts des Erbschaftssteuer-Vetos – für „wahrhaftiger“.

Tröstlich, dass trotz Zornes- oder Schames röte der schwarze Humor (im Netz) nicht abhanden kommt. So twittert @mrabl : „Der kleine Niko hat sich verlaufen. Er sucht seine Mama Laura und kann im Büro Wrabetz abgeholt werden.“

Die Top-3-Ärngernisse der Woche

1. ÖVP-Sparvorschläge (2387 Beiträge) Gespart wird eh nur bei denen, die ohnehin nicht viel haben. Die, bei denen es etwas zu holen gibt, werden wieder einmal nicht behelligt.

2. ORF-Job für Niko Pelinka (1591 Beiträge) Da wird doch nur ein junger Parteisoldat zur politischen Kontrolle des ORF eingesetzt. Die Unabhängigkeit ist verloren gegangen.

3. Sternsinger (723 Beiträge) Frierende Ministranten, getarnt als Heilige Drei Könige, verbreiten mit grauenhaftem Gesang und plumper Bettelei Angst und Schrecken in Wohnhäusern.

Der Top-Aufsteiger der Woche

Scheibners Geldwäsche-Verdacht (557 Beiträge +833%) Kontenöffnungen wären bei allen Kaufbeteiligten interessant. Bei den Eurofightern ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Fast zwei Millionen Österreicher nutzen Social Media wie Facebook, Twitter, Internetforen, Blogs und posten Mitteilungen und Meinungen, rund 500.000 davon täglich. OGM hat mit Web2Watch ein „Analyse-Tool“ entwickelt, das alle Beiträge laufend beobachtet. Für den „Watschenmann“ im Samstag-KURIER filtert es wöchentlich alle Ärgernisse der Wiener heraus . Dabei handelt es sich um keine repräsentative Meinungsumfrage.

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( Kurier ) Erstellt am 06.01.2012