Politik 05.12.2011

Tote nach Bombenanschlag in Neu-Delhi

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Vor dem Obersten Gerichtshof in Indiens Hauptstadt explodierte eine Bombe. Zu dem Zeitpunkt warteten Dutzende Menschen auf Einlass in das Gebäude.

Bei einem Bombenanschlag vor dem Sitz des Obersten Gerichtshofes Indiens in der Hauptstadt Neu-Delhi sind am Mittwoch mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 45 erlitten Verletzungen. Der Sprengsatz war in einer Aktentasche versteckt, die Polizei stellte Teile der zerstörten Tasche sicher.

Die radikal-islamische Terrorgruppe Harkat-ul Jihadi-e-Islami, die von den Nachbarländern Pakistan und Bangladesch aus operiert, bekannte sich in einer E-Mail an mehrere indische Medien zu dem Anschlag. Die Echtheit des Schreibens ist allerdings noch nicht geklärt. HuJI war bereits in der Vergangenheit für Attentate in Indien verantwortlich gemacht worden. So soll die Gruppe unter anderem einen Anschlag in der Stadt Guwahati im nordostindischen Bundesstaat Assam verübt haben, bei dem im Oktober 2008 mehr als 80 Menschen getötet und etwa 400 verletzt worden waren.

Die Polizei durchsuchte das Gelände und fand Teile der Aktentasche, in der der Sprengsatz versteckt war.
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Zu der Explosion vor einem der Haupteingänge des Gebäudes kam es am Vormittag kurz vor den ersten geplanten Anhörungen des Tages. Zum Zeitpunkt der Detonation hätten sich Dutzende Menschen vor Tor 5 versammelt gehabt und auf Einlass gewartet. Sicherheitskräfte riegelten den Tatort weiträumig ab.

Mitte Juli waren bei einer Bombenserie in der westindischen Finanzmetropole Mumbai (Bombay) mehr als 20 Menschen getötet worden.

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Erstellt am 05.12.2011