Politik
04.03.2012

Tirol: Lawine erfasste zwei Autos

Großeinsatz in Hochfügen: Ein Autofahrer wurde gerettet. Ein Fahrzeug mit mehreren Insassen ist vermisst.

Die schlechten Prognosen des Tiroler Lawinenwarndienstes bewahrheiteten sich. Wegen des Tauwetters und der massiven Schneelage im Gebirge kam es Sonntag um 15 Uhr in Hochfügen im Zillertal  zu einer dramatischen Situation. Ein gewaltiges Schneebrett löste sich und verschüttete die Landesstraße auf einer Länge von 200 Metern.

Ein Auto wurde mitgerissen. Dessen Insasse konnte nach 30 Minuten lebend geborgen werden. Per Hubschrauber wurde der Tiroler in die Uniklinik Innsbruck gebracht. Nähere Angaben wurden vorerst nicht gemacht.

Augenzeugen berichteten von einem zweiten Auto mit angeblich mehreren Insassen, das auch verschüttet worden sein soll. Ein Großaufgebot an Bergrettern, Alpinpolizei und Feuerwehren durchkämmte zwei Lawinenkegel, weil sich die Schneemassen beim Abgang geteilt hatten.

Einsatz unterbrochen

Einsatz unterbrochen Am Sonntagabend wurde noch fieberhaft gesucht. Die Zeit lief den Rettungskräften davon. Um 16.45 Uhr musste die Suche nach möglichen weiteren Opfern noch dazu unterbrochen werden. „Es herrscht erhöhte Lawinengefahr“, schilderte ein Polizist der Inspektion Strass. Die Landesstraße war unpassierbar. Es gab keine Umleitung. 2000 Skigäste, die heimfahren wollten, saßen fest. Bagger räumten bis spätabends die Straße.

Hektik in Salzburg

Großalarm gab es Sonntagvormittag auch für Rotes Kreuz, Bergrettung und Alpinpolizei nach einem Lawinenabgang im Bereich des Arthurhauses in Mühlbach am Hochkönig.  Die Helfer befürchteten, dass es Verschüttete gibt, da zwei Skitourengeher von der Hütte in Richtung Mitterfeldalm  aufgebrochen waren. Eine Stunde später konnte Entwarnung gegeben werden. Die Wintersportler hatten eine Riesenportion Glück. Kurz vor dem Abgang des Schneebretts hatten sie den gefährlichen Hang bereits überquert.