Secret Service: Sex-Skandal und Cocktails

Secret Service
Foto: rts Eine Nacht mit Folgen: Obama muss seine Leibwächter feuern.

Amerikanische Reporter belagern Cartagena, um Neues über die Sex-Nacht der Geheimdienstler herauszufinden.

Paula Reid heißt die Frau, die null Verständnis zeigte für die Sex-Eskapaden der Secret- Service-Beamten in Cartagena an der Kolumbianischen Karibikküste vor mehr als einer Woche. Als die Geheimdienstchefin für Südamerika mitbekam, dass eine Prostituierte im Hotel randalierte, weil sie nicht bezahlt wurde, beorderte sie die elf angeblich involvierten Geheimdienstler außer Landes, berichtet die Washington Post. Dabei hätte sie auch ihre eigene Karriere riskiert, weil sie mit heftigen Gegenreaktionen rechnen musste. Im konservativen Fernsehsender Fox-News wird die Affäre 48 Stunden vor dem Amerika-Gipfel breitest ausgeschlachtet.

Im Wahlkampfjahr muss Präsident Barack Obama hart durchgreifen. Sechs der angeblich elf involvierten Leibwächter wurden bereits gefeuert, vier weitere, vielleicht auch ein fünfter, stehen auf der Abschussliste. In Kolumbien wurde ein 42-jähriger Taxifahrer, der noch bei seiner Mutter wohnt, zum Medienstar, weil er die Prostituierte, die im Hotel randaliert hatte, nach Hause gefahren hat. José Pena verlangte von den Reportern immer absurdere Preise, ohne etwas zu sagen. Besagte Prostituierte ist untergetaucht und kommuniziert nur noch über ihren Anwalt. Sie will jetzt den Secret Service wegen Misshandlung verklagen und ihre Geschichte an den Meistbietenden verkaufen.

Die amerikanische Reportermeute hatte sich eine Woche lang in schummrigen Hafenkneipen die Nächte um die Ohren geschlagen und überteuerte Caipirinhas geschlürft. In Kolumbien sorgt der Sex-Skandal für gehörigen Spott. Ein schlüpfriger Song zu karibischem Beat stellt die Amis als humorlose und verklemmte Chauvis dar.

(kurier) Erstellt am
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