Politik
05.12.2011

Roms Chef-Exorzist: Yoga ist "teuflisch"

"Der Teufel ist stets versteckt" - offenbar auch in fernöstlichen Entspannungsübungen. Pater Amorth hat auch etwas gegen Harry Potter.

Pater Gabriele Amorth ist 86 Jahre alt und hat einen wichtigen Job in der katholischen Kirche: Er fungiert als Chef-Exorzist der Diözese Rom. Bei ihm steckt der Teufel nicht nur im Detail, sondern auch in der indischen Yoga-Lehre: "Yoga zu betreiben, ist teuflisch. Man denkt, es führt zu Entspannung, doch es führt zum Hinduismus. Alle orientalischen Religionen basieren auf den falschen Glauben der Reinkarnation", so Amorth.

"Der Teufel ist stets versteckt, so dass niemand an seine Existenz glaubt. Er kennt jeden einzelnen von uns, seine Tendenzen zum Bösen und zum Guten und weckt Verführungen", meinte Amorth. Er warnte die Jugendlichen auch vor Discobesuchen. "Dort stößt man meist auf Alkohol, Drogen, Sex und satanistische Sekten", so Amorth.

Italiens Yoga-Verbände ließen angesichts der drastischen Worte des Paters von der Entspannung ab und wehrten sich: "Yoga ist weder eine Religion, noch eine spirituelle Praktik. Yoga ist eine innerliche Suche, die zur Freiheit führt", sagte die Gründerin der Mediterranen Yoga-Föderation, Vanda Vanni.

"In Harry Potter handelt der Teufel"

Der katholische Priester attackierte auch die Harry Potter-Serie. "Man denkt Harry Potter sei ein harmloses Kinderbuch, doch es führt zur Magie und daher zum Bösen. Auch in Harry Potter hat der Teufel auf heimtückische und schlaue Weise gehandelt, in Form von Magie", meinte der Exorzist.

Amorth ist seit 1986 Exorzist in Rom. Bekannt wurde er auch außerhalb kirchlicher Kreise durch Bücher und Interviews. 1990 gründete Amorth die Internationale Vereinigung der Exorzisten, dessen Präsident er auch ist. Nach eigenen Angaben behandelte er bereits Tausende Male "Besessenheit".