Politik 05.04.2012

Mikl-Leitner: "Kein Pardon für Raser"

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Mit einer "Aktion scharf" will die heimische Exekutive Raser, Drängler und Alkolenker aus dem Verkehr ziehen.

Die Polizei verschärft ihre Kontrollen im Osterreiseverkehr: Auch im heurigen Jahr hat die Exekutive kein Pardon mit Rasern, Dränglern und Alkolenkern angekündigt, die für einen Großteil der tödlichen Verkehrsunfälle auf Österreichs Straßen verantwortlich sind. Bis zu 7.000 Polizisten sind täglich im Einsatz, ausgerüstet mit mehr als 1.200 Laser-Pistolen und 1.400 Alko-Vortestgeräten. Am Osterwochenende 2011 wurden vier Menschen bei Unfällen getötet. Die schwärzeste Unfallbilanz gab es zu Ostern 1976 mit 39 Toten, 2004 verloren 17 Menschen ihr Leben.

Das Unfallgeschehen hängt jedes Jahr eng mit den Wetterbedingungen zusammen, sagte Otmar Bruckner vom Verkehrsdienst im Innenministerium. "Bei Schönwetter gibt es mehr Ausflugsverkehr, es sind mehr Einspurige unterwegs." Die Aussichten für das jetzige Osterwochenende scheint eher düster.

Schwerpunktaktionen wurden auch auf beliebten Ausflugsstrecken für Motorradfahrer angekündigt. Aber auch Mopeds, Lkw und Busse werden unter die Lupe genommen. Die Polizei achtet besonders auf Einhaltung des Sicherheitsabstandes sowie auf die Sicherheitsgurt- und Kindersicherungspflicht. Auch vor Diskotheken und Clubbings muss mit mehr Polizei gerechnet werden.

369 Unfälle, vier Tote

Verkehrstote zu Ostern
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Für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner steht die Zielsetzung über die Osterfeiertage fest: "Kein Pardon für Raser, Drängler und Alkolenker. Disziplinierte Verkehrsteilnehmer müssen vor den Rowdys geschützt werden. Wir wollen die Verkehrssünder aus dem Verkehr ziehen."

ÖAMTC und ARBÖ unterstützen die Ambitionen der Innenministerin, geben aber zu bedenken: "Dort wo die Verkehrssicherheit erhöht werden kann, sind scharfe Kontrollen sinnvoll. Gegen reines Abkassieren sprechen wir uns aber entschieden aus." Die  Höhepunkte des Verkehrsaufkommens werden am Freitag und Montag (Rückreiseverkehr) sein. An diesen beiden Tagen kontrolliert die Exekutive mit einem bundesweiten Großaufgebot. Lenker müssen über das Wochenende aber auch mit Kontrollen bei Veranstaltungen rechnen.

2011: 230 Führerscheine abgenommen

Zwischen Karfreitag und Ostermontag ereigneten sich im Vorjahr 369 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, vier Menschen starben und 496 wurden verletzt. 2010 gab es mit drei Toten die niedrigste Zahl seit Einführung der Statistik im Innenministerium (1968).

2011 wurden zu Ostern knapp 67.000 Fahrzeuglenker wegen Schnellfahrens beanstandet. Die Polizei erstattete 560 Anzeigen wegen Alkoholisierung und nahm 230 Führerscheine vorläufig ab.

Erstellt am 05.04.2012