Integration: Handlungsbedarf bei Bildung

Schlechte Bildung - schlechte Chancen am Arbeitsmarkt. Genau da will Sebastian Kurz ansetzen.
Foto: KURIER/Deutsch Gerhard

Staatssekretär Sebastian Kurz präsentiert heute den Integrationsbericht. Immer mehr EU-Bürger kommen nach Österreich.

Am heutigen Mittwoch wird Staatssekretär Sebastian Kurz den aktuellen Integrationsbericht vorstellen. Die Eckdaten sind schon vorab bekannt geworden: Die Zuwanderung stieg 2010 wieder an, die Abwanderung blieb gleich. Kurz will vor allem bei der geringen Bildung von Migranten ansetzen.

In Österreich lebten 2010 1,543 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind 18,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Zuwanderung ist wieder angestiegen, die Zahl der Asylwerber war weiter rückläufig. Die Zuwanderer sind etwas jünger als die Österreicher, bekommen mehr Kinder - haben teilweise ein schlechteres Bildungsniveau und damit weniger Chancen am Arbeitsmarkt.

2010 wanderten 114.000 Personen zu, 87.000 verließen das Land. Die Abwanderung blieb damit gleich, die Zuwanderung stieg (um 7000 Personen) - wegen der Erholung der Konjunktur und der stärken Nachfrage nach Arbeitskräften.

Erhöht - auf 59.000 EU-Bürger - hat sich die Zuwanderung aus der EU, besonders aus Rumänien, Ungarn, der Slowakei und Polen; den größten Anteil stellten die Deutschen (18.000). 39.000 Zuwanderer kamen aus Drittstaaten, ein Drittel davon aus den Staaten des früheren Jugoslawien und dem restlichen Europa, ein weiteres Drittel aus Asien und Afrika. Gering fiel die Zuwanderung aus der Türkei (4000) aus. 16.000 Zuzüge entfielen auf zurückkehrende Österreicher.

Auf 11.000 verringert hat sich die Zahl der Asylwerber; die meisten kamen aus der Russischen Föderation, vor allem Tschetschenien, Afghanistan, dem Kosovo, Nigeria und Indien.

(KURIER.at) Erstellt am
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