Politik | Inland 24.05.2018

Zeitschrift "Aula" verunglimpft Cesar Sampson als "ORF-Quotenmohr"

© Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Die FPÖ distanziert sich vom Bericht in der Aula. Freiheitliche Akademiker Wien und Kärnten wollen nun aussteigen.

Nachdem in der FPÖ-nahestehenden Zeitschrift "Aula" (Mai-Ausgabe) der österreichische Songcontest-Teilnehmer Cesar Sampson als "ORF-Quotenmohr" bezeichnet wurde, kommt nun Kritik von FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz. "Dieser Sager ist indiskutabel", sagte Rosenkranz im Ö1-Morgenjournal.

Die Aula gilt als rechtsextreme Zeitung und sie erscheint im FPÖ-Umfeld. Heißt, Freiheitliche schreiben Artikel und die FPÖ unterstützte die Aula in der Vergangenheit mit Inseraten. Vor kurzem hatte FPÖ-Chef Strache angekündigt, dass damit nun endgültig Schluss sein soll. Nun reagieren auch die FP-nahen Verbände auf das Bemühen der Partei, sich von der Zeitschrift abzugrenzen.

 

Die Aula steht im Besitz der Freiheitlichen Akademikerverbände Steiermark, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten sowie Wien, Niederösterreich und Burgenland. Die Zeitschrift fällt immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Artikeln auf. So wurden vor Jahren die 1945 aus dem KZ Mauthausen befreiten Häftlinge als "Landplage" und "Kriminelle" bezeichnet.

Laut Walter Rosenkranz werden sich der Freiheitliche Akademikerverband Wien, Niederösterreich, Burgenland aus der Aula zurückziehen. Und Rosenkranz kündigt weiters an, dass man bald die neue Eigentümerstruktur im Firmenbuch lesen wird können. Er hält derzeit 21,6 Prozent am Verlag. Auch der Kärntner Verband (knapp 9 Prozent) will laut dem Abgeordneten Wendelin Mölzer aussteigen. Kein Ausstieg geplant ist laut Ö1 vom größten Anteilseigner, dem Freiheitlichen Akademikerverband Steiermark (36,8 Prozent).

 

( kurier.at , Agenturen , and ) Erstellt am 24.05.2018