Wiener Elternvertretung will Sommerferien auf sechs Wochen kürzen
Der Landesverband der Wiener Pflichtschulelternvereine hat am Mittwoch gefordert, die Sommerferien von derzeit neun auf sechs Wochen zu kürzen. "Überlange Ferien" führten nämlich vor allem in Mathematik und Rechtschreibung zu Wissensverlusten, dazu kämen Betreuungsprobleme für die Eltern. "Nur weil etwas immer schon so war, heißt das ja nicht, dass es gut ist und so bleiben muss", verlangte der Vorsitzende Georg Brockmeyer eine ernsthafte, faktenbasierte Debatte.
Sechs Wochen Schulferien im Sommer seien genug, wurde in der Unterlage zur Pressekonferenz auch entsprechende Regelungen in anderen Ländern wie Deutschland, Dänemark oder Großbritannien verwiesen. Die neunwöchigen Sommerferien in Österreich seien historisch nur mit Bedürfnissen einer arbeitsintensiven Landwirtschaft längst vergangener Zeiten zu erklären, aber "zum Heuen muss heute wohl niemand mehr", betonte Brockmeyer.
"Offen für weitere Ideen"
Die durch eine Neuorganisation gewonnenen zusätzlichen drei Schulwochen sollten nach Ansicht der Wiener Pflichtschul-Elternvertretung für Bildungsangebote genutzt werden, für die sonst wenig Platz sei. Vorgeschlagen wird eine "neue, alternative Sommerschule" mit Projekttagen, Schwimm- und Radkursen und altersübergreifenden Lerngruppen zum Ausgleich von Defiziten oder der Förderung von Stärken, wobei die Angebote nach Vorbild der Wiener "Summer City Camps" auch standortübergreifend organisiert werden könnten.
Es handle sich dabei nur um erste Vorschläge und man sei offen für weitere Ideen, betonte die Wiener Elternvertretung. Sie ist derzeit nicht Teil des bundesweiten Dachverbands der Pflichtschul-Elternvereine.
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