Nach der Volksbefragung über die Bebauung des Sternwarteparks trat Slavik zurück.

© KURIER/Sokol Gerhard

1970-1973
09/22/2015

Felix Slavik: Sternwartepark brachte ihm kein Glück

In seiner kurzen Amtszeit fand die erste Volksbefragung statt - nicht zu seinen Gunsten.

von Dietmar Kuss

Ein "Kurzgastspiel" gab Bruno Mareks Nachfolger im Wiener Rathaus, Felix Slavik. Er war als SP-Finanzstadtrat und Vizebürgermeister erfolgreich gewesen, seine Amtszeit als Bürgermeister stand dagegen unter keinem gutem Stern. Einen entscheidenden Fehler machte er, als er im Frühjahr des Jahres 1973 die in der Öffentlichkeit umstrittene Frage der teilweisen Verbauung des Sternwarteparks - angesichts der massiven SPÖ-Mehrheit - zu einer Vertrauensfrage umfunktionierte. Die daraufhin abgehaltene Volksbefragung - die erste ihrer Art und noch ohne gesetzliche Grundlage - endete mit über 57 Prozent "Nein"-Stimmen.

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Auf der wenige Wochen später stattfindenden "Wiener Konferenz" musste Slavik 33 Prozent Streichungen zur Kenntnis nehmen und zog die Konsequenzen: Im Juni 1973 legte er nach knapp zweieinhalb Jahren sein Amt als Bürgermeister zurück.

Bild: Als Finanz-Stadtrat erfolgreicher: Slavik mit der "Rathausmilliarde" 1958

Großes Aufsehen und viel Kritik widerfuhr Slavik am 3. September 1972 beim "Forum Alpbach". Und zwar mit dem Bekenntnis, er sei ein "absoluter Gegner der Gürtel- sowie der Donaukanal-Autobahn". Die bereits vorgenommene Planungen der 1960er Jahre wurde damit zu Grabe getragen.

Slavik starb am 6. Oktober 1980 im Alter von 68 Jahren. Im Haus Albertgasse 3a wohnte er 20 Jahre hindurch. Seine Tochter hat immer noch dort ihr Domizil. Die Initiative für die Gedenktafel ging vom Verein der Freunde der Josefstadt aus.

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