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Politik Inland
02/04/2020

Wien und Kärnten skeptisch über Doskozils 1.700-Euro-Mindestlohn

Der burgenländische Landeshauptmann beharrt auf dem versprochenen Mindestlohn von 1.700 Euro Netto für den Landesdienst.

"1.700 Euro netto sind zehn Euro in der Stunde, wenn das nicht das ist, was wir bezahlen können, dann passt etwas nicht", sagte Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ)  im Report im ORF am Dienstag Abend. Er möchte weiterhin den im Wahlkampf versprochenen Mindestlohn von 1.700 Netto für den Landesdienst umsetzen. 

Dies entspricht einem Bruttolohn von 2.450 Euro. Bei seinen Parteikollegen in der Bundes-SPÖ, in Wien und Kärnten braucht es wohl noch etwas Überzeugungskraft für dieses  Modell.  Bundespartei und Gewerkschafter halten es derzeit für nicht realistisch. 

Geht man nach den Aussagen von Wiens Stadtrat Peter Hacker (SPÖ), sieht es in der Bundeshauptstadt nicht danach aus, als ob Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) den Mindestlohn genauso wie im Burgenland erhöhen wird.  In der Bundeshauptstadt liegt dieser derzeit für Landesbedienstete bei 1.700 Euro - aber brutto. Auch Parteichefin Pamela Rendi-Wagner spricht zwar von 1.700-Euro-Mindestlohn - aber nicht Netto sondern nur steuerfrei. Was bedeutet, dass die Sozialversicherung noch abgezogen wird.

Doskozil möchte seine Prioritäten in der Landesregierung bei den Mindestlöhnen und in der Pflege dennoch durchsetzen. "Wir werden den Beweis antreten, dass man auch bei im Wettbewerb stehenden Unternehmen den Mindestlohn zahlen kann," sagte Doskozil

Auch die Mitarbeiter von zwei Thermen, die im Landesbesitz sind, sollen in Zukunft mindestens 1.700 Netto bekommen. Wie beispielsweise in der Sonnentherme Lutzmannsburg, dort bekommt laut ORF Report aber derzeit ein Drittel der Mitarbeiter unter 1.700 Netto.

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