Politik | Inland
01.06.2017

Wien: Czernohorszky nervt Debatte um Häupl-Erbe

Neo-Ressortchef versichert: Er wolle Häupl nicht nachfolgen und habe als Bildungsstadtrat noch viel vor

Der erst seit wenigen Monaten amtierende Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky will nicht die Nachfolge von Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) antreten. Das hat er dem Monatsmagazin Datum versichert. "Nein, ich will Michael Häupl nicht beerben. Und die Diskussionen darüber nerven mich auch sehr", sagte der Neo-Ressortchef laut einer Vorabmeldung in dem Interview.

Er habe als Bildungsstadtrat noch viel vor, beteuerte Czernohorszky: "Es macht es nicht leichter, positiv an Veränderungen zu arbeiten, wenn nur das die Leute interessiert." Der 40-Jährige selbst hat tatsächlich nie die Absicht geäußert, in Sachen Häupl-Nachfolge ins Rennen zu gehen. Medial war er jedoch immer wieder als möglicher Kandidat bzw. als Alternative zum derzeitigen Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ), den einige Wiener Rote als künftigen Bürgermeister favorisieren, genannt worden.

Häupl hatte angekündigt, sich nach der nächsten Nationalratswahl zurückzuziehen. Zum Zeitpunkt der Äußerung war diese noch für 2018 angesetzt. Die Neuwahl am 15. Oktober beschleunigt nun den Abgang des Langzeit-Stadtchefs - der betont hat, dass die Vorverlegung an seinen Plänen nichts ändern wird.