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Politik Inland
02/04/2021

Wie der Schulstart am Montag abläuft

Ohne Test ist ein Aufenthalt in der Schule nach den Ferien nicht möglich, erklärt Bildungsminister Faßmann.

von Elisabeth Hofer

Er sei, sagt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) mit einem Lächeln „ein bisschen aufgeregt, wie das sein wird.“

Gemeint ist die Schulöffnung nach den Semesterferien, in Wien und Niederösterreich am kommenden Montag.

Die Volksschüler kehren an diesem Tag geschlossen in den Präsenzunterricht zurück, für die höheren Schulstufen startet der Schichtbetrieb.

Neu und Grund für Faßmanns Aufgeregtsein ist, dass alle anwesenden Schüler zweimal pro Woche, immer montags und mittwochs, auf das Coronavirus getestet werden.

Verwendet werden dafür Anterio-Nasal Schnelltest („Nasenbohrertests“), bei denen ein Abstrich im vorderen Nasenraum gemacht wird. PCR-Tests bei allen 1,1 Millionen Schülern zweimal wöchentlich durchzuführen, sei logistisch weder umsetzbar, noch gebe es dafür ausreichend Laborkapazitäten, erklärt Faßmann.

Für ihn ist die Schulöffnung „aus bildungspsychologischen Gesichtspunkten dringend notwendig.“ Auch sperre man nicht „mit Blauäugigkeit und Hurra auf“. Man hätte die Schulen nicht wieder aufgesperrt, „wenn wir nicht bei den Tests nachgelegt hätten.“

Der Montag werde ein Übergangs- und Übungstag sein. Aber wie wird er genau ablaufen?

Die Schüler werden bei ihrem Eintreffen getestet. Wenn gerade bei jüngeren Kindern die Eltern dabei sein wollen, dann sollen die Tests im Freien stattfinden. Ist das Ergebnis positiv, wird das betroffene Kind abgesondert und der Fall an die Bildungsdirektion gemeldet. Anschließend wird das Ergebnis durch einen zusätzlichen PCR-Test kontrolliert.

Wenn ein Kind oder dessen Eltern einen Test ablehnen, ist ein Aufenthalt in der Schule nicht möglich. Der Bildungsminister geht aber davon aus, dass die Zahl jener, die keinen Test machen lassen wollen, immer kleiner werden wird.

Logistisch seien die Testungen an den rund 5.800 Schulstandorten in Österreich „kein kleines Projektchen“. Vielmehr führe man hier etwas durch, „das seinesgleichen sucht“, sagt Faßmann. Gleichzeitig bittet er um Toleranz, sollte nicht gleich alles reibungslos funktionieren. Schon in der Vergangenheit war es bei der Auslieferung von Testkits an die Schulen zu massiven Verzögerungen und Engpässen gekommen. Das soll dieses Mal besser laufen.

Kinder, die in den vergangenen sechs Monaten bereits an Corona erkrankt waren und ein ärztliches Attest mitbringen, müssen übrigens nicht erneut getestet werden, da sie über Antikörper gegen das Virus verfügen.

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