CORONAVIRUS: WIEN - KONTROLLMASSNAHMEN DER POLIZEI AM DONAUKANAL

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Politik Inland
10/27/2020

Umfrage: Zufriedenheit mit Corona-Management der Regierung sinkt

Im Vergleich zum Juni rutscht der Wert von 83 Prozent auf 53 Prozent ab, sagt OGM-Chef Bachmayer. Die Bevölkerung ist zunehmend gespalten.

von Daniela Kittner

Das Meinungsforschungsinstitut OGM erhob im Auftrag des KURIER das aktuelle Meinungsbild zum Corona-Management der Regierung. Unter den 2000 Befragten zeichnet sich ein klarer Trend insbesondere im Vergleich zum Juni 2020 ab: Die Zufriedenheit mit dem Regierungsmanagement sinkt, die Polarisierung in der Bevölkerung zwischen jenen, die sich einen strengeren Kurs wünschen, und jenen, die die Maßnahmen für übertrieben halten, nimmt zu.

Das Sample ist groß genug, um auch die Meinungen der Anhänger der fünf Parlamentsparteien auszuwerten. Hier die Details der Umfrage:

Nach dem Abflachen der Infektionszahlen im Frühjahr war die Zustimmung zum Regierungsmanagement am höchsten gewesen: 83 Prozent "sehr" oder "eher" Zufriedene standen damals 15 Prozent "wenig" oder "gar nicht " Zufriedenen gegenüber. "Dieses Bild hat sich geändert", sagt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer. Heute stehen 53 Prozent Zufriedene 43 Prozent Unzufriedenen gegenüber.

Die besten Noten erhält die Regierung für ihr Corona-Management von ÖVP-Wählern, dort beträgt das Verhältnis 76 Prozent Zustimmung zu 23 Prozent Unzufriedenen. Aber sogar bei den Grünen sind 35 Prozent unzufrieden (65 Prozent zufrieden).

Im Vergleich zu den Grün-Wählern sind die Neos-Wähler milde - obwohl Pink in Opposition ist, sind 62 Prozent ihrer Wähler mit dem Regierungsmanagement zufrieden (39 Prozent sind unzufrieden).

Schlechte Zensuren erhält die Regierung von 58 Prozent der SPÖ- Wähler und 63 Prozent der FPÖ-Wähler.

Aber immerhin 40 Prozent der SPÖ-Wähler sind mit dem Corona-Management der Regierung "sehr" oder "eher" zufrieden.

Bei den Blau-Wählern sind es 29 Prozent.

Maßnahmen spalten die Bevölkerung

Die Frage, ob die Maßnahmen gegen Corona angemessen sind, spaltet zunehmend die Bevölkerung.

Nur noch 39 Prozent halten die gerade beschlossenen Maßnahmen der Regierung für angemessen. "Im Vergleich zum Lockdown im März hat sich die Zustimmung deutlich verringert. Damals standen 61 Prozent hinter den strengen Maßnahmen", sagt Bachmayer.

Die Kritik an den Maßnahmen kommt von beiden Seiten: Jedem vierten Befragten sind sie zu milde, jedem dritten Befragten gehen sie zu weit.

Zu wenig streng finden die Maßnahmen: 31 Prozent der Neos-Wähler, 27 Prozent der Grün-Wähler, 25 Prozent der ÖVP-Wähler, 24 Prozent der SPÖ-Wähler, fünf Prozent der FPÖ-Wähler.

Zu streng finden die Maßnahmen: 64 Prozent der FPÖ-Wähler, 40 Prozent der SPÖ-Wähler, jeweils 20 Prozent der ÖVP- und der Neos-Wähler sowie 18 Prozent der Grün-Wähler.

Regionale Lockdowns sind umstritten

OGM hat auch eine Verschärfung abgefragt: "Falls die Infektionen weiter steigen, halten Sie einen kompletten Lockdown für besonders betroffene Gebiete Österreichs für richtig oder falsch?"

54 Prozent halten lokale Lockdowns für falsch, 39 Prozent für richtig.

Besonders stark dagegen sind FPÖ-Wähler, Jüngere unter 30 und Landbewohner.

Befragte über 50 und Stadtbewohner befürworten mehrheitlich regionale Lockdowns in besonders betroffenen Gebieten.

 

 

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