Tiroler ÖVP-Landesrätin geht auf deutliche Distanz zu Kurz-ÖVP

Beate Palfrader gehört dem Stiftungsvorstand an
Die Landesrätin, auch für Arbeitsmarktagenden zuständig, sprach sich gleichzeitig gegen Vorverurteilungen und für eine strikte Gewaltenteilung aus.

Die bekannt gemachten Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz und die türkisen Verwerfungen auf Bundesebene lassen eine prominente Vertreterin der Volkspartei in Tirol auf deutliche Distanz gehen. "Ich fühle mich darin bestätigt, mich in Tirol stets als Schwarze und nicht als türkis VPlerin zu deklarieren", sagte Bildungs- und Kulturlandesrätin Beate Palfader der Tiroler Tageszeitung.

In der Kanzler-Causa pochte Palfrader, seit jeher bekannt als Kritikerin von Türkis in der ÖVP, aber auch auf eine strikte Trennung: "Hier geht es um eine juristische und eine politische Frage". Die Landesrätin, auch für Arbeitsmarktagenden zuständig, sprach sich gegen Vorverurteilungen und für eine strikte Gewaltenteilung aus: "Es gilt deshalb für alle die Unschuldsvermutung. Ich habe ein großes Vertrauen in die Gerichtsbarkeit, man muss sie aber unabhängig arbeiten lassen".

Zudem sorgte sich die ÖVP-Politikerin um Image und Bild der Politik in der Öffentlichkeit - nicht nur was ihre Partei betrifft. "Darüber hinaus tragen auch die anderen Parteien nicht gerade dazu bei, dass das Vertrauen in die Politik gestärkt wird", so Palfrader.

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