Strompreise: Da geht aber noch mehr!

Windräder hinter Stromleitungen
Vor allem fehlt eine langfristige Finanzierungslösung für den milliardenschweren Netzausbau.
Bernhard Gaul

Bernhard Gaul

Natürlich muss man sich fragen, warum die Strompreise erst nach erhöhtem politischen Druck purzeln. Kanzler Stocker hatte beim Verbund zuerst niedrigere Preise urgiert, Niederösterreichs Mikl-Leitner und ihr Landesrat Pernkopf dann bei der EVN – und jetzt melden sich alle anderen Landesenergieversorger und kündigen ebenfalls Preissenkungen an. 

Das ist erfreulich und lobenswert. Die Energiepreise sind ein Preistreiber für so ziemlich alle anderen Waren im Warenkorb zur Berechnung der Inflation. Mehr noch, niedrigere Energiepreise sind auch für den Wirtschaftsstandort wichtig, sie locken neue Betriebe an und sichern Arbeitsplätze.

Es zeigt sich aber auch: Der Erneuerbaren-Ausbau (Wind und PV) wirkt, da ist uns der Energieminister aber noch das Ökostromausbau-Beschleunigungsgesetz schuldig. Vor allem aber fehlt eine langfristige Finanzierungslösung für den unbedingt erforderlichen, milliardenschweren Netzausbau. Das müssen wir nicht alles jetzt sofort bezahlen. Schließlich geht es um Infrastruktur, die Österreich noch bis Ende des Jahrhunderts nützen wird.

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