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Politik Inland
04/15/2020

Strache hat neue Facebook-Seite, streitet aber weiter um die alte

"Natürlich gebe ich meine Original-Seite mit über 800.000 Usern nicht auf", sagt Strache zum KURIER. Die neue hat bereits 6.000 Fans.

von Raffaela Lindorfer, Birgit Seiser

Heinz-Christian Strache meldet sich zurück: Er hat eine neue Facebook-Seite - "Heinz-Christian Strache / HC Strache" - und wirbt um Fans. 

Im Hintergrund läuft der Rechtsstreit um seine alte Facebook-Seite weiter, wie der ehemalige FPÖ-Chef gegenüber dem KURIER erklärt. Zunächst war vermutet worden, er gibt sie jetzt auf, da er eine neue hat. 

"Natürlich gebe ich meine Original Facebook-Fanseite mit über 800.000 Usern nicht auf, sondern werde diese rechtlich durchsetzen", betont er. Es dauere nur länger. 

Bis dahin baue er eine zusätzliche Seite auf, die dann mit der ursprünglichen verschmelzen soll. 

"Seite lebt von meinem Namen"

Um die Seite "HC Strache" war nach der Ibiza-Affäre und seinem Abgang als Vizekanzler ein Streit mit der Bundespartei entbrannt. 

Strache durfte zunächst nur noch posten, was seine Partei vorgab - dann entzog man ihm den Zugriff komplett. Bei der FPÖ vertrat man die Ansicht, die Seite sei ihr Eigentum. Schließlich wurde sie stillgelegt. Und Strache nutzte fortan nur noch seine private Seite "Heinz-Christian Strache". 

Strache argumentiert so: "Die alte Fanseite war mein Auto, welches die FPÖ mit Treibstoff betankt hat. Deshalb ging sie nicht in ihr Eigentum über."

Und er betont am Mittwoch gegenüber dem KURIER nochmals: "Sie lebte von meinem Namen und meiner Marke!"

Bisher nur Oster-Fotos

Seine neue Seite hat mittlerweile mehr als 6.000 Fans. Gepostet hat der Ex-FPÖ-Chef, der angekündigt hatte, im Herbst mit der neu gegründeten DAÖ bei der Wiener Gemeinderatswahl anzutreten, bis dato meist Fotos von Ehefrau Philippa, dem gemeinsamen Hund und sich selbst vom Osterwochenende.

Und eine Ansage, die er schon nach seinem Abgang mehrmals wiederholt hat: "Ich musste als Vizekanzler weg, weil ich in vielen Bereichen den Mächtigen des alten Systems und den EU-hörigen Zentralisten im Weg war. Wohl war aber auch der eine oder andere meiner ehemaligen - von mir jahrelang unterstützten - Weggefährten auf meine erfolgreiche Obmannschaft neidig und ist mir in den Rücken gefallen."

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