Fix: Social-Media-Verbot bis 14 und Lehrplanreform mit Latein-Kürzung

Schutzalter wird an Reform des Lehrplanes gekoppelt. Klarnamenpflicht kommt nicht.
Fix: Social-Media-Verbot bis 14 und Lehrplanreform mit Latein-Kürzung

Kurz vor dem Start der Osterferien hat sich die Dreier-Koalition auf ein Schutzalter bei Social-Media-Plattformen geeinigt.

In der Nacht zum Freitag konnten sich ÖVP, SPÖ und Neos darauf einigen, dass  Soziale Medien für Kinder bzw. Jugendliche unter 14 Jahren verboten werden sollen.

Dass man beim Zugriff auf Instagram, TikTok und andere Plattformen etwas tun muss, darüber waren sich die Regierungspartner weitgehend einig. Fraglich war bloß die exakte Altersgrenze und wie man das Verbot technisch umsetzt.

So bestand eine der politischen Herausforderungen darin, dass man online eine verlässliche Alterskontrolle durchführen muss, gleichzeitig aber verhindern möchte, dass sämtliche Passdaten von österreichischen Schülern und Jugendlichen auf Servern der Internet-Giganten landen.

Das Bildungsministerium hat sich  mit den Schulpartnern darauf geeinigt, dass die Schulen autonom zwischen dem Unterricht von Medienkompetenz als eigener Gegenstand oder in Form eines Fächerbündels entscheiden können. Bei Latein werden dafür in der Oberstufe zwei der bisher zwölf Stunden gekürzt, ursprünglich sollten vier Stunden wegfallen. 

 Im neuen Pflichtfach "Medien und Demokratie" soll es um den Nutzen von klassischen wie Sozialen Medien gehen. Die Jugendlichen sollen außerdem lernen, wahr von falsch zu unterscheiden und demokratiefeindliche und radikalisierende Einflussversuche zu erkennen.

Klarnamenpflicht kommt nicht

Die von der ÖVP mit der Einführung der Social-Media-Altersbeschränkung geforderte Klarnamenpflicht wird nicht kommen, hieß es aus Regierungskreisen gegenüber der APA. Die Bundesregierung bekenne sich aber zum strengeren Vollzug bei der Weitergabe von bestehenden Nutzerdaten durch Social-Media-Plattformen ab einer gewissen Deliktschwere und der Forcierung der Zusammenarbeit zwischen Plattformen und Behörden bei der Verfolgung der Täter.

Latein-Kürzung ebenfalls durch - zwei statt vier Stunden

Bei Latein werden dafür in der Oberstufe zwei der bisher zwölf Stunden gekürzt, ursprünglich sollten vier Stunden wegfallen. Was sich bei der zweiten lebenden Fremdsprache im Realgymnasium ändert, wurde vorerst nicht kommuniziert.

Der KURIER aktualisiert diesen Artikel laufend.

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