PH-NÖ: Ministerium trennt sich von Hochschulratsvorsitzendem

Die Amtsperiode des Vorsitzenden des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich, Norbert Pachler, wird nicht verlängert.
PH-NÖ: Ministerium trennt sich von Hochschulratsvorsitzendem

Die Funktionsperiode des Hochschulrates an der Pädadgogische Hochschule Niederösterreich endet mit 31. März 2026. "Ich habe mich im Dezember 2025 um eine Verlängerung meiner Funktion für den Hochschulrat beworben“, erzählt der Bildungswissenschafters Norbert Pachler dem KURIER. Pachler ist "Professor for Education" an der University of London, wo er auch Vizedekan ist und die strategische Entwicklung von dualen Studiengängen leitet. (Link zu seinem Profil der London University)

"Kriterien" nicht erfüllt

Heute, Dienstag (17. März 2026), erhielt er Post aus dem Bildungsministerium: "Darin wurde mir schriftlich mitgeteilt, dass ich die Kriterien nicht erfülle, also keine weiterer Funktionsperiode ausüben kann“, sagt der Professor. „Wie das möglich ist, dass ich im Moment die Funktion des Vorsitzenden innehabe, obwohl ich die Kriterien laut Ministerium nicht erfülle, weiß ich nicht.“

Gezeichnet ist das Schreiben von der zuständigen Sektionschefin der Hochschulsektion (II), Margareta Scheuringer.

Pachler hatte in Gesprächen mit dem KURIER in den Tagen zuvor wiederholt das Vorgehen des Dienststellenausschusses scharf kritisiert. Wörtlich sagt er: "Ich bin schockiert, was an der PH NÖ passiert. Seit über einem Jahr ist normales Arbeiten eigentlich nicht möglich, weil der Dienststellenausschuss alle Entscheidungen des Rektorats unterminiert. Dazu kommen vom Ministerium Weisungen, die mehr oder minder verlangen, dass alles so zu geschehen hat, wie der Dienststellenausschuss  das verlangt. Und es wurde seitens der Hochschulsektion versucht, auf einige Kriterien  der Ausschreibung Einfluss  zu nehmen.“

Der KURIER fragt Pachler am Dienstag, ob er davon ausgeht, dass sein Rauswurf mit besagter veröffentlichten Stellungnahme in Zusammenhang steht?

„Es hat vielleicht etwas damit zu tun gehabt. Aber ich glaube, es hat mehr damit zu tun gehabt, dass es dem Ministerium nicht so gepasst hat, dass ich mich so für das Haus eingesetzt habe.“

Ihm habe die Arbeit viel Spaß gemacht. "Ich versuche als Auslandsösterreicher das Bildungswesen in Österreich nach besten Kräften zu unterstützen. Dass das jetzt nicht mehr erwünscht ist, da kann man nichts machen."

Das Bildungsministerium hat auf KURIER-Anfrage zu diesem Sachverhalt bisher noch nicht reagiert.

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