Ex-Justizminister Brandstetter: "Man kann den zivilen Tod von Menschen herbeischreiben"

Ex-Justizminister Brandstetter: "Man kann den zivilen Tod von Menschen herbeischreiben"
Warum der Ex-Justizminister Politik und Medien kritisch sieht, was er über den verstorbenen Christian Pilnacek denkt und welches Lied er Journalisten gerne vorgespielt hat.

KURIER: Alle Verfahren gegen Sie wegen des Verdachts der Verletzung des Amtsgeheimnisses sowie wegen Amtsmissbrauchs in Ihrer Zeit als Minister wurden eingestellt. Geblieben ist eine Anklage wegen des Vorwurfs der Falschaussage als Auskunftsperson vor dem ÖVP-Korruptionsausschuss. Muss der Strafverteidiger Brandstetter damit rechnen, selbst im Gefängnis zu landen?

Wolfgang Brandstetter: Das ganze Ermittlungsverfahren dauerte länger als meine Amtszeit. Mir ist wichtig, dass von den Vorwürfen absolut nichts geblieben ist. Zum noch offenen Verfahren etwas zu sagen, wäre schlechter Stil. Selbstverständlich stelle ich mich dem Verfahren mit offenem Visier.

Sie haben im U-Ausschuss angegeben, Ihr Privathandy bei der Amtshandlung der Staatsanwaltschaft nicht bei sich gehabt zu haben, was nicht stimmt. Danach beriefen Sie sich auf Erinnerungslücken nach einer Corona-Erkrankung. Wird man Ihnen das glauben?

Ich habe volles Vertrauen in die unabhängige Richterschaft. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Warum haben Sie sich vor dem U-Ausschuss nicht entschlagen?

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