Politik | Inland
16.05.2018

ÖVP-Seniorenbund-Chefin Korosec: "AUVA soll bleiben"

Ingrid Korosec will nach der türkis-blauen Sozialversicherungs-Reform mehr Mitsprache in Krankenkassen

Wird die AUVA in der Sozialversicherungsreform, die Türkis-Blau kommenden Mittwoch präsentieren will, erhalten bleiben? Hinter den Kulissen geht man mittlerweile davon aus, dass sie doch nicht abgeschafft werden soll – wenngleich die ÖVP erst jüngst erklärte, dass das Ende der Unfallversicherung keineswegs vom Tisch sei.

Als eine von wenigen ranghohen ÖVP-Politikern meldet sich nun Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec zu Wort: „Natürlich soll die AUVA bleiben“, sagt sie zum KURIER. „Meiner Meinung nach ist die AUVA notwendig“ so Korosec. Nachsatz: „Entrümpelt“ gehöre freilich auch dort.

In einer anderen Streitfrage der immer noch verhandelten Reform stellt sie sich indes auf die Seite des Bundeskanzlers: „Langfristig“, so Korosec, „sollen die Sozialversicherungsbeiträge von der Finanz eingehoben werden, nicht wie gehabt von den Länderkassen“. Wiewohl sich die Seniorenbund-Chefin hier „eine Reform in kleinen Schritten“ vorstellen könne. Mit anderen Worten: Fürs Erste könne die Beitragseinhebung in den neu entstehenden Länderkassen bleiben, „spätestens bis zum Ende der Legislaturperiode“ müsse aber die Finanz dafür zuständig sein, mahnt sie.

Letztlich fordert die Seniorenbund-Chefin, die den türkis-blauen Koalitionspakt mitverhandelt hat, mehr Mitsprache der Senioren in den neu entstehenden Landesstellen der Gebietskrankenkassen: „Pensionisten zahlen gleich viel ein wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ihre Vertreter haben aber in den Kassen kein Stimmrecht“, klagt Korosec – nun, da man ohnehin eine Kassen-Reform schnüre, „kann man diesen Fehler gleich beheben“.