Politik | Inland
07.12.2018

Österreichs Klimaschutzplan bis 2030: Das steht drin

Österreichs Treibhausgas-Emissionen sollen bis 2030 um 36 Prozent reduziert werden. Wie steht nicht im Plan.

Der Plan sieht vor, dass Österreich die Emissionen bis 2030 um 36 Prozent gegenüber den Werten von 2005 reduziert. Im Jahr 2016 betrugen die Emissionen (außerhalb des Emissionshandels von Industrie und Wirtschaft) 50,6 Mio. Tonnen CO2(-Äquivalent), somit besteht ein Reduktionsbedarf von rund 14,3 Mio. Tonnen.

Dazu einige Beispiele:

Beim Verkehr will die Regierung 7,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Der Sektor wies im Jahr 2016 Treibhausgas-Emissionen im Ausmaß von rd. 23,0 Mio. Tonnen CO2 auf. Bis 2030 soll also rund ein Drittel weniger Benzin und Diesel getankt werden. Wie das ermöglicht werden soll, geht aus der Strategie nicht hervor. Genannt werden nur unverbindliche Maßnahmen wie „Stärkung des öffentlichen Verkehrs“ oder „Ausweitung Fußgeher- und Radverkehr“.

Im Gebäudebereich (Wärmebedarf) sollen drei Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Der Sektor wies im Jahr 2016 Treibhausgas-Emissionen in Höhe von 8,1 Mio. Tonnen CO2 auf. Bis 2030 sollen also rund 37 Prozent eingespart werden. Als Maßnahme wird etwa genannt, dass die Sanierungsrate von derzeit rund 1 % auf durchschnittlich 2 % angehoben werden soll. Zuletzt wurde die Sanierungsrate aber drastisch gesenkt.

Bei der Stromproduktion soll der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2030 auf 100 Prozent steigen. Derzeit sind 16 thermische Kraftwerke in Betrieb, die bis 2030 vom Netz genommen werden müssten. Die jüngsten „Fossil-thermische Kraftwerke“ sind das 2012 errichtete Gas- und Dampfkraftwerk Mellach bei Graz und das 2009 errichtete Gaskraftwerk Wien – Simmering I und II.