© Michael Gruber

Politik Inland
12/13/2020

Österreich feiert 65 Jahre UNO-Mitgliedschaft

Außenministerium leuchtet im UNO-Blau - Schallenberg: "Herz des effektiven Multilateralismus".

Österreich feiert den 65. Jahrestag seiner Aufnahme in die Vereinten Nationen. Am morgigen Montag erstrahlt deswegen das Außenministerium in Wien im charakteristischen Blauton der UNO-Fahne. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) gibt aus diesem Anlass ein klares Bekenntnis zur Weltorganisation ab, die einen ihren Sitze in Wien hat. Die Corona-Pandemie "hat uns in Erinnerung gerufen, wie unentbehrlich eine globale Organisation wie die UNO ist", so Schallenberg.

"Gäbe es die Vereinten Nationen nicht, müssten wir sie - schon aus Eigeninteresse - erfinden. Die UNO bleibt das Herz des effektiven Multilateralismus", unterstrich der Außenminister in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Die Coronakrise habe gezeigt, dass kein Staat die globalen Herausforderungen wie etwa auch den Klimawandel alleine besiegen könne. "Das können wir nur gemeinsam. Als Vereinte Nationen."

Österreich sei "stolz darauf, Amtssitz der UNO zu sein und seit sechs Jahrzehnten unseren Beitrag zu den Friedenserhaltenden Missionen zu leisten". Zugleich erinnerte er an die historische Bedeutung des UNO-Beitritts am 14. Dezember 1955. "Staatsvertrag und Neutralität brachten unserem Land die Freiheit. Die Aufnahme in die UNO besiegelte Österreichs lang ersehnte Wiedereingliederung in die internationale Staatengemeinschaft."

Österreich wurde gemeinsam mit den heutigen EU-Staaten Bulgarien, Finnland, Ungarn, Irland, Italien, Portugal, Rumänien und Spanien sowie Albanien, Kambodscha, Jordanien, Laos, Libyen, Nepal und Sri Lanka in die Weltgemeinschaft aufgenommen. Die Fahnen dieser "Class of 55" werden zum Jahrestag an der Fassade des Außenministeriums angebracht.

Schallenberg wies darauf hin, dass Österreich seit dem Jahr 1960 mit 100.000 Soldaten und zivilen Helfern an über 100 internationalen Missionen teilgenommen. Heute sei Österreich an UNO-Missionen im Libanon, in Mali, auf Zypern, in der Westsahara und im Nahen Osten beteiligt. Als weitere Meilensteine der österreichischen UNO-Mitgliedschaft hob er die UNO-Menschenrechtskonferenz in Wien im Jahr 1993 hervor, die dreimalige Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat (die vierte wird für die Jahre 2027/28 angestrebt) und die derzeitige zweite Mitgliedschaft im UNO-Menschenrechtsrates, dessen Präsidentin Österreich heuer stelle. Unerwähnt blieb, dass Österreich mit Kurt Waldheim von 1972 bis 1981 während zwei Amtszeiten den Generalsekretär der Vereinten Nationen stellte.

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