APA14110042-2 - 12082013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 214 II - BZÖ-Obmann und Spitzenkandidat Josef Bucher am Montag, 12. August 2013, während der Präsentation der BZÖ-Kandidaten für die NR-Wahl in Wien. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER

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Wahl
08/12/2013

BZÖ-Liste ohne Stadler, Petzner und Haubner

Parteichef Bucher tritt mit "handverlesenem" Personal an - altgediente BZÖler haben auf der Bundesliste keinen Platz.

BZÖ-Obmann und Spitzenkandidat Josef Bucher hat seine Auswahl für die Nationalratswahl 2013 getroffen - und die seiht keine Altgedienten Orangen vor: Bucher tritt mit der von ihm ausgewählten "Next Generation" an, eine "handverlesene Auswahl" an Persönlichkeiten, wie er betont. BZÖler Stefan Petzner, Ewald Stadler oder auch die Schwester des verunglückten Parteigründers, Ursula Haubner, finden sich darauf nicht mehr. Das Wahlziel von "fünf Prozent plus" sei mit diesem Team "in greifbarer Nähe", erklärte Bucher bei der Kandidatenpräsentation am Montag.

Unbekannte Gesichter

Als Spitzenkandidat tritt Bucher selbst an, auf Platz zwei folgt Bündniskoordinator Markus Fauland. Unter den Top 3 findet sich dann wie angekündigt eine Frau, nämlich die Jungunternehmerin Michaela Hatvan aus Niederösterreich. Auf Platz vier kandidiert der Rechtsanwalt und orange Vertreter im ORF-Stiftungsrat, Alexander Scheer. Ihm folgen die Vorsitzende der Familien Zukunft Österreich, Heidrun Tscharnutter, und auf Platz sechs der Bündnissprecher und oberösterreichische Spitzenkandidat Rainer Widmann.

Die weiteren Kandidaten sind Thomas Publig, ein Kardiologe, die Tiroler Unternehmerin Maria Hafele und der geschäftsführende Kärntner Landesobmann Sigisbert Dolinschek. Auf Platz zehn kandidiert die Steirerin Silvia Barones, auf elf und zwölf die Nationalratsabgeordneten Wolfgang Spadiut und Kurt List.

"Aussichtsreiche" Positionen

Unter den ersten zehn Plätzen finden sich mit Bucher, Widmann und Dolinschek nur drei derzeitige Nationalratsmandatare. Lediglich auf Landeslisten kandidieren etwa Stefan Petzner (zweiter Platz in Kärnten) oder Ewald Stadler (erster Platz in Niederösterreich). Ursula Haubner scheine "auf eigenen Wunsch" erst weiter hinten auf (15), dies sei mit ihr so besprochen, so Bucher. Petzner und Stadler befinden sich "beide an aussichtsreichen Positionen" in den Bundesländern, auch mit diesen zweien sei vor der Listenerstellung gesprochen worden, meinte der Parteiobmann.

Der steirische Spitzenkandidat und Abgeordnete Gerald Grosz kandidiert laut Fauland auf der Bundesliste auf Platz 19, Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner erst auf dem 25. Peter Westenthaler kandidiert wie von ihm selbst angekündigt nicht mehr für den Nationalrat.

Erneuerung

Ob er mit dieser Liste "Altlasten loswerden" möchte, beantwortete Bucher "als Optimist und Realist positiv formuliert": "Hinter mir steht die neue Mannschaft". Es sei zudem wichtig, dass sich eine Partei immer wieder erneuert und neuen Persönlichkeiten eine Chance bietet.

"Das ist die 'Next Generation' des BZÖ", startete Bucher die Präsentation. Die Kandidatenliste wurde von ihm selbst zusammengestellt, es handle sich um "ehrliche, saubere und mit Kompetenz ausgestattete" Persönlichkeiten, so der Parteichef. Er erklärte weiters, mit diesem neuen Team könne man "alles hinter uns lassen, was in Vergangenheit vielleicht für Irritationen gesorgt hat". Sie sei zudem "ausgewogen", alle Berufsstände und Lebenssituationen finde sich darauf. Es sind "keine Ex-Missen oder Buffettiger von VIP-Listen", meinte Bucher in Anspielung auf den Mitbewerb: "Es sind Menschen mit Anstand und Charakter, die etwas geleistet haben. So eine Mannschaft hat Österreich verdient." Die Partei setze sich für mehr Steuergerechtigkeit und ein besseres Bildungssystem ein. Die Liste wurde am Montagvormittag im Innenministerium eingereicht.

"Das Wahlergebnis von fünf Prozent plus ist in greifbarer Nähe und mehr als wahrscheinlich mit solchen Kandidaten", zeigte sich Bucher zuversichtlich. Mit der Frage, ob er im Fall des Nicht-Einzugs sein Kärntner Landtagsmandat annehmen würde, beschäftige er sich heute nicht, bekräftigte er.

Josef Bucher: Via Kreuzfahrteschiff zum Parteikapitän

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