CORONAVIRUS - KURZARBEIT/ARBEITSMARKT

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Politik Inland
09/01/2021

Neos fordern das Ende der Kurzarbeit

Laut Wirtschaftssprecher Loacker war das Modell "am Anfang der Krise wichtig, nun ist es kontraproduktiv".

Neos Sozial- und Wirtschaftssprecher Gerald Loacker fordert ein Ende der Corona-Kurzarbeit. Diese sei zwar am Anfang der Krise wichtig gewesen, mittlerweile aber kontraproduktiv. Im Rahmen einer Pressekonferenz zur Wintersaison am Mittwoch in Innsbruck verwies der Nationalratsabgeordnete auf die vielen offenen Stellen, insbesondere im Tourismus. Durch die Kurzarbeit w├╝rden Steuerzahler Leute "f├╝rs Nichtarbeiten bezahlen, die an anderer Stelle gebraucht w├╝rden", so Loacker.

CORONA: PK OPPSITION ?NEUES IM IMPFSKANDAL?: LOACKER

Bei 120.000 offenen Stellen in ├ľsterreich - davon 8.700 in Tirol - sei es "dringend an der Zeit, dieses teuerste Instrument zur Krisenbek├Ąmpfung einzustellen", gab sich der pinke Politiker ├╝berzeugt. F├╝r keine andere Ma├čnahme werde in ├ľsterreich so viel Geld in die Hand genommen wie f├╝r das Modell der Kurzarbeit. Jetzt, so Loacker, m├╝sse man die Menschen wieder "in echte Jobs bringen, damit die Steuern und Beitr├Ąge flie├čen, die unsere Sozialsysteme aufrecht halten". ├ľsterreichweit bef├Ąnden sich immer noch 45.000 Menschen in 6.300 Betrieben in Kurzarbeit.

Die negativen Auswirkungen der Kurzarbeit w├╝rden vor allem den Tourismus betreffen, betonte Loacker, schlie├člich sei es vor allem der Personalmangel, mit dem Winter-Touristiker zu k├Ąmpfen h├Ątten. "Viel zu viele Betten, viel zu wenig Mitarbeiter. Die Rechnung kann nicht aufgehen". Die Kurzarbeit binde Arbeitskr├Ąfte in der Stadthotellerie, die in den Bergregionen gefragt w├Ąren. Laut Experten werde es bis 2025 dauern, bis der St├Ądtetourismus wieder das Vorkrisenniveau erreiche, so der Wirtschaftssprecher.

Dass die Kurzarbeit nun auch bei Lieferkettenproblemen eingesetzt werde, kritisierte Loacker scharf. "Es kann nicht sein, dass der Steuerzahler dieses betriebswirtschaftliche Risiko tr├Ągt", stellte er klar und verwies auf das BMW-Werk in Steyr, das am Dienstag 800 Mitarbeitende aufgrund fehlender Halbleiter-Chips zur Kurzarbeit angemeldet hatte.

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