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Politik Inland
06/29/2019

Nächster Heeres-Alarmschrei: "Wieder acht Monate Präsenzdienst"

Milizbeauftragter Hameseder fordert die Ausweitung des Präsenzdienstes von sechs auf acht Monate.

Der Milizbeauftragte der Bundesregierung Erwin Hameseder fordert eine Ausweitung des Präsenzdienstes und ein Ende des Assistenzeinsatzes der Grundwehrdiener. "Es braucht wieder acht statt sechs Monate. Wie bis Anfang der 2000er-Jahre sollten auf sechs Monate Ausbildung zwei Monate bei der Miliz folgen, die in den Folgejahren wochenweise abzuleisten wären. Sonst ist die Miliz bald am Ende", sagte Hameseder im Interview mit dem Magazin profil.

Den Assistenzeinsatz der Grundwehrdiener an der Grenze hält Hameseder "derzeit in diesem Umfang" nicht mehr für nötig. Dadurch gehe wertvolle Ausbildungszeit verloren.

"Heer vor der Pleite"

Verteidigungsminister Thomas Starlinger muss derzeit in seinem Ressort 47 Millionen Euro einsparen. Er hofft aber nach Gesprächen mit dem Finanzminister auf einen niedrigeren Betrag. Das Heer stehe "definitiv" vor der Pleite.

Der Minister erklärte dem profil, dass die Nachfolge für zwölf Alouette-III-Hubschrauber noch offen sei: "Das war ein Versprechen der Vorgängerregierung, das erst im künftigen Budget abgebildet werden muss".

Man analysiere den Preis und die Kosten, die Entscheidung für die neuen Geräte müsse aber der nächste Minister treffen. Nur die drei Black-Hawk-Hubschrauber seien bereits bestellt. Die Vorgängerregierung hatte eine Anschaffung von insgesamt 15 neuen Hubschraubern im Wert von 300 Millionen Euro zugesagt.