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Politik Inland
04/20/2021

Mückstein macht Meter: So präsent ist der neue Minister

Der Gesundheitsminister setzt stärker auf Social Media und neue Themen. Die erste Forderung: Mehr Geld für Pflegekräfte.

von Christian Böhmer

Es scheint, als wäre Wolfgang Mückstein gerade überall: Seinen ersten Arbeitstag begann der neue Gesundheitsminister mit einer Stippvisite im Impfzentrum im Wiener Austria Center; mittags traf er Vorgänger Rudolf Anschober zu einem längeren Vier-Augen-Gespräch; nachmittags ging’s weiter in die Klinik Favoriten, wo er Ärzte und Pfleger aus der Intensivstation besuchte.

Eng an Kogler gebunden

Und nachdem am Abend in der ZiB2 sein erstes größeres TV-Interview auf dem Programm stand, geht es heute, Mittwoch, munter weiter: Frühmorgens ein Auftritt im Ö3-Wecker, dann ins Parlament zur Vorstellung bei den Nationalratsabgeordneten, und, und, und.

Nun ist es für ein Regierungsmitglied selbstverständlich, dass zu Amtsantritt besondere Hektik herrscht. Im Fall von Wolfgang Mückstein ist aber nicht alles der Routine einer Amtsübernahme geschuldet. Denn tatsächlich nutzen die Grünen den Rücktritt ihres bis dahin präsentesten Ministers dazu, um einige „Adaptierungen“ bei der Aufstellung vorzunehmen – im Gesundheitsressort und im Regierungsteam insgesamt.

Bei der Konkurrenz kommt Mückstein halbwegs an. Zumindest bei der größten Oppositionspartei, der SPÖ.

Deren überregional präsentester Landesrat, Peter Hacker, streut seinem neuen Gegenüber im Bund Rosen. Mückstein habe „viel Mut“ bewiesen, weil er in einer so „harten Zeit“ das Gesundheitsministerium übernimmt. Und er, Hacker, sei zuversichtlich, dass man in vielen Fragen gemeinsame Antworten entwickeln werde.

Hacker lobt Mückstein

Auffällig sind bei den ersten Auftritten des neuen Ressortchefs folgende Aspekte: Da Mückstein als Arzt kraft seines Berufs in Gesundheitsfragen ohnehin Kompetenz vermittelt, setzt er zu Beginn auf andere Themen wie das Soziale und die Pflege. So erklärt er wiederholt, dass die sozialen Folgen von Covid – also „Kollateralschäden“ wie Vereinsamung, Depressionen etc. – verstärkt Aufmerksamkeit verdienen.

Und bei seinem Auftritt in der Klinik Favoriten redete Mückstein einer Gehaltserhöhung bei den Pflegekräften das Wort: Danksagungen und Schulterklopfen seien in der Corona-Krise zwar wichtig. Am Ende drücke sich Wertschätzung aber auch über den Gehaltszettel aus. Und darüber wolle er nun reden.

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