Gesundheitsministerium für "gleichberechtigte Aufteilung" der Dosen

2020 erlebte die EU den größten Wirtschaftseinbruch ihrer Geschichte
EU habe sicher zu stellen, "dass in Zeiten von Impfstoff-Knappheit alle Mitgliedsstaaten fair beliefert werden".

Nach der Vermutung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), dass die Impfdosen in der EU unterschiedlich verteilt werden, hat das Gesundheitsministerium unterstrichen, dass das "Ziel in dieser entscheidenden Phase eine gerechte gleichberechtigte Aufteilung der Impfstoffe innerhalb der EU für die Sicherstellung einer gleichzeitigen Impftätigkeit sein muss". Dies sei das gemeinsame Bemühen des Gesundheitsministeriums und des Bundeskanzleramtes.

"Sicherstellen, dass alle fair beliefert werden"

Die Europäische Union müsse dem Statement des Ministeriums zufolge "jetzt sicherstellen, dass in Zeiten von Impfstoff-Knappheit alle Mitgliedsstaaten fair beliefert werden - nämlich so wie ursprünglich versprochen, und alle gleich viel an Impfstoff pro Person erhalten". "Unser gemeinsames Ziel ist es, möglichst rasch und im europäischen Gleichklang zu impfen. Prioritär sind dabei vor allem die über 65-Jährigen und die Risikogruppen", hieß es. Durch die Herausforderungen aufgrund neuer Virus-Varianten sei es außerdem notwendig, "das gemeinsame Projekt der Impfstoffbeschaffung weiter zu entwickeln und so für zukünftige Herausforderungen bestens gerüstet zu sein".

Die Impfkampagne sei von Anfang ein gemeinsames Projekt der Bundesregierung "als eines der wichtigsten Vorhaben zur Bekämpfung der Pandemie". Deshalb tage eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertreten des Gesundheitsministeriums, des Bundeskanzleramtes und des Verteidigungsministeriums seit Jänner dreimal in der Woche und beobachtet alle Entwicklungen auf europäischer Ebene. Über alle Impfstoff-Bestellungen wurde auf Basis des vorhandenen Budgets regelmäßig auch die Bundesregierung im Ministerrat informiert.

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