CORONA: PK "NEUES MASSNAHMENPAKET FÜR DIE ABSCHLUSSKLASSEN 2021": FASSMANN

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Politik Inland
03/25/2021

5.000 positive Tests an Österreichs Schulen seit Semesterbeginn

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 400 in einer Region gehen Schüler wieder ins Distance Learning. Eine neue Regelung gibt es außerdem bei K1-Personen in einer Schulklasse.

von Johanna Hager

Die Idee einer "Osterruhe" ist eine wohlbegründete, so Bildungsminister Heinz Faßmann. Er appelliert "tatsächlich zur Ruhe zu kommen". Die Ostregion (Wien, Niederösterreich, Burgenland) bleibt nach Ostern vier Tage im Distance Learning – also zu Hause lernen bis zum 9. April.

Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Oberösterreich starten am Dienstag nach Ostern (6.4.) im Präsenzunterricht (Volksschulen) beziehungsweise im Schichtbetrieb.

Allen sei klar geworden, dass "die Bevölkerung sich dem regionalisierten Regime zu unterwerfen" habe, erklärt Faßmann. Ab einer Inzidenz von 400 gehen Schüler ins Distance Learning. Verringert sich die 7-Tages-Inzidenz, so kann aus dem Schichtbetrieb wieder in den Präsenz-Unterricht übergegangen werden.

Die Bildungsschere gehe durch das Distance Learning und die Pandemie auf, so der Bildungsminister weiter. Besonders die psychosozialen Folgen für die Schüler gelte es weiter zu beachten. Das Testen habe indes eine Rückkehr zum Schichtbetrieb ermöglicht.

5.000 Fälle mit positiven Tests wurden seit Semesterbeginn identifiziert. "Natürlich gehen nicht alle Fische ins Netz. Aber wir kontrollieren das System Schule besser als zuvor."

Neue Regelung bei K1-Personen

Neu ist die Kontaktpersonen-Regelung: "Schülerinnen und Schüler einer Klasse, in der eine Person positiv getestet ist, gelten automatisch als K1-Personen. Kommt es zu einem weiteren Fall, also zu einer Übertragung in der Klasse, wechseln alle ins Distance Learning“, heißt es seitens des Bildungsministeriums.

Man wartet künftig nicht ab, ob einer K1-Person eine weitere K1-Person folgt, sondern alle Schülerinnen und Schüler gehen dann in Quarantäne, erklärt Faßmann auf Nachfrage.

"Es gehen nicht alle Fische ins Netz"

Durch Contact Tracing konnten seit Semesterbeginn zudem Kontaktpersonen (Eltern, Geschwister) erreicht werden. 10.000 Personen konnten nach positiven PCR-Tests "detektiert werden", so der ÖVP-Minister. Nur 1 Prozent verbleibt freiwillig im Homeschooling. Die Akzeptanz an den Schulen sei ungebrochen hoch. "Selbsttests sind ein Teil des Erfolgsrezepts".

Die Gurgel-Studie zeigt, dass die Dunkelziffer deutlich gesunken ist. Dem Beispiel Österreichs in punkto Tests würden Länder wie Tschechien, Südtirol und deutsche Bundesländer folgen, so der Bildungsminister.

Wie geht es mit den Tests an Schulen weiter?

Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen bekommen künftig komplexere Tests (Pipettieren nötig), die einen höheren Sensitivitätswert aufweisen. Neues Schulungsmaterial mit Hinweisen zur optimierten Durchführung von Selbsttests sollen noch genauere Ergebnisse bringen. Vorheriges Schnäuzen, volle Testzeit abwarten. Zu beachten gilt ein möglicher zweiter, sehr dünner Strich, der Positivität anzeigt.

Für die 6- bis 10-Jährigen werde die Testkarten beibehalten werden.

Virologin Monika Redlberger-Fritz führt aus, dass "die Kinder nicht nur irgendeinen Teil der Infektionskette darstellen, sondern einen wichtigen Teil der Infektionskette". Man dürfe nicht vergessen, dass Kinder auch schwer erkranken können. "Die Covid-Infektion muss bei Kindern nicht symptomatisch sein."

Die Symptome treten oft erst drei bis sechs Wochen später auf. Glücklicherweise seien die Fälle der Kinder, die sich auf Intensivstationen befinden, gering.

Antigen-Tests würden "natürlich falsch-negative wie falsch-positive Ergebnisse" zeigen. Dass Montag, Mittwoch und Freitag beispielsweise in Volksschulen Tests durchgeführt werden, bewirke, dass man die tatsächlichen Fälle auch früher oder später ausfindig machen kann, so Redlberger-Fritz. Aus virologischer Sicht sei ein harter, kurzer Lockdown das probateste Mittel, um die "Zahlen nach unten zu drücken. Ich glaube nicht, dass die Wirtschaft es schafft und es für die Schule sinnvoll ist, wieder drei Wochen in einen harten Lockdown zu gehen".

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