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Politik Inland
04/21/2020

Ab 15. Mai sollen Schulen, Gastro und Kirchen schrittweise öffnen

Positiv-Trend bei Corona-Zahlen hält an: Regierung setzt daher ab Mitte Mai weitere Lockerungsschritte - auch bei persönlichen Kontakten

von Michael Bachner

Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer erläuterten am Dienstag, wie es in der Corona-Krise weiterghehen soll. Die Bevölkerung erwartet sehnlichst die nächsten Lockerungsschritte. Mit 1. Mai sollen alle Geschäfte öffnen, aber auch persönliche Dienstleistungen (z.B beim Friseur, Fußpflege etc.) angeboten werden dürfen. "So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkung wie nötig", erneuerte Kurz sein Motto.

Nun werden weitere schrittweise Öffnungen in den Schulen, in der Gastronomie und in den Kirchen durch die anhaltend positiv Corona-Zahlen möglich - auch diese Zahlen wurden wie gewohnt präsentiert. Doch die Lockerungen kommen stets nur begleitet von strengeren Schutz- und Hygienevorschriften, wie genau diese aussehen werden, ist noch nicht im Detail bekannt. Durch diese Vorschriften soll eine zweite Welle an Corona-Infektionen verhindert werden.

Schulen, Gastro und Kirchen ab 15. Mai

Konkret starten ab dem 4. Mai die Vorbereitungen für die Matura und die Lehrabschlussprüfungen. Ziel sei es weiters, dass ab dem 15. Mai stufenweise die anderen Schulstufen geöffnet werden. Bildungsminister Heinz Faßmann wird die Details dazu am Freitag präsentieren. In den Kindergärten gebe es jetzt schon ein Betreuungsangebot, daran ändere sich nichts, sagte Kurz.


Am nächsten Dienstag sollen dann Details zur Öffnung in der Gastronomie präsentiert werden. Prinzipiell wird auch die Öffnung der Lokale für den 15. Mai angepeilt, aber nur mit Schutzmasken beim Personal und den geltenden Abstandsregeln für die Gäste. Der 15. Mai ist aus heutiger Sicht auch der Stichtag für die Gottesdienste.

Keine Tausend Ischgls

Außerdem: "Dieser Sommer wird mehr noch als sonst die Möglichkeit für Urlaub in Österreich bieten", warb Kurz für den heimischen Tourismus. Die frühere völlige Reisefreiheit werde freilich noch lange nicht möglich sein.

"Wir werden keine zweite Welle in Österreich riskieren und Tausend kleine Ischgl in Österreich verstreuen", sagte Kogler zu den weiterhin gültigen Abstandsregeln. Es werde aber insgesamt keine völlige Normalität geben, solange es keinen Impfstoff gibt.

Zwei Drittel der weltweiten Todesfälle sind in Europa zu beklagen, sagte Anschober. Etwa in Großbritannien, in der Türkei oder in Russland gibt es immer noch signifikante Zuwächse an Infektionen.

"In Österreich sind wir auf einem wirklich guten Weg", so der Gesundheitsminister. 14.845 Erkrankungen sind es derzeit, seit drei Tagen sind es nur noch zweistellige Zuwachsraten (78 am Dienstag), das entspricht einem Plus um lediglich 0,5 Prozent. "Wir alle sind Teil der Löung, wir entscheiden selbst, ob unser Fahrplan hält", so Anschober.

Nehammer erinnerte an den Mund-Nasen-Schutz, an die Abstandsregeln und das Händewaschen und dankte der Bevölkerung für ihre Disziplin.

Aber, wichtig: Ab dem 1. Mai soll es zudem neue Möglichkeiten geben, den engsten Freundes- und Familienkreis wieder zu treffen. Auch hier sollen Details am kommenden Dienstag präsentiert werden.

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