Ostermontag: Lichtermeer für Klimaschutz und Weltfrieden

Das "Peace Wave"-Festival hat sich in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert. Dennoch wird es wohl das letzte Festival dieser Art sein.
PK KIRCHLICHE INITIATIVE "DENK DICH NEU": TURNOVSZKY

Zusammenfassung

  • Am Ostermontag findet das "Peace Wave"-Festival als Lichtermeer für Toleranz, Klimaschutz und Weltfrieden mit Unterstützung großer Religionsgemeinschaften statt.
  • Fast drei Millionen Lichter werden weltweit erwartet, um Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und ohne Bekenntnis im Mitgefühl zu verbinden.
  • Das Festival, das zum dritten Mal stattfindet, wird wegen organisatorischer Überlastung das letzte Mal durchgeführt.

Der Ostermontag ist in diesem Jahr Datum für ein "Lichtermeer" für Toleranz, Klimaschutz und Weltfrieden. Das "Peace Wave"-Festival wird dabei von den großen Religionsgemeinschaften unterstützt. Das Wort ergreifen werden etwa der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky, der Wiener evangelische Superintendent Matthias Geist, der Erste Imam der Islamischen Religionsgemeinschaft Wien Ermin Sehic und der Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Jaron Engelmayer.

Auch weitere Organisationen unterstützen die Privatinitiative der Ärztin Isabella Haschke, die zum dritten Mal stattfindet, darunter die Bahai und die Hare Krishna-Bewegung. Gestartet wird mit einem Friedensmarsch vom Schwedenplatz zum Heldenplatz, wo dann die Abschlussveranstaltung stattfindet. Neben den Reden an Ort und Stelle wird auch eine Friedensbotschaft des Dalai Lama vorgetragen. Dazu gibt es ein Kulturprogramm unter anderem mit Lesungen und einem Sufi-Drehtanz.

Fast drei Millionen Lichter

Haschke ging in einer Pressekonferenz am Montag davon aus, dass man heuer weltweit fast drei Millionen Lichter erreicht, die entfacht werden. Auf die Zahl kommt sie durch Anmeldungen. Gezählt wird etwa auch, wenn eine Person daheim zu Beginn des Lichtermeers um 21 Uhr eine Kerze entzündet. Im Vorjahr waren es erst 25 Lichter.

Grundgedanke der Initiative ist es, sowohl religiöse Menschen als auch Personen ohne Bekenntnis im Mitgefühl zu verbinden, erläuterte Haschke. Denn dieses "verbindet uns als Menschenfamilie". Geist unterstützt das Projekt, weil es ihm wichtig erscheint, kleine Zeichen zu setzen, die verbindend sein können. Auch den Aspekt des Klimaschutzes sprach er an: "Wenn wir die Schöpfung geschenkt bekommen, müssen wir sie bewahren."

Frieden für Christen "nicht verhandelbar"

Sehic warb für den Dialog zwischen Menschen unterschiedlichsten Glaubens: "Islam heißt ja im Frieden mit sich selbst und anderen leben." Es sei gut, sich über Ängste, aber auch Vorurteile austauschen zu können. "Das Thema Friede ist für Christen nicht verhandelbar", unterstrich Turnovszky. Es gebe nichts Unvernünftigeres als den Krieg.

Wiewohl sich die Dimension in den vergangenen drei Jahren deutlich erweitert hat, wird es das letzte "Peace Wave Festival" sein. Als Grund gab Haschke an, dass die Organisation ihre Ressourcen übersteige. Denn das Festival wird zu einem guten Teil nur von ihr und ihrer Assistentin gemanagt. Dies sei zeitlich nicht mehr machbar.

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