© Kurier/Juerg Christandl

Politik Inland
05/26/2019

KSV-LiLi für Antifaschismus, Feminismus und Emanzipation

Der kommunistische Verband ist gegen Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und strukturelle Diskriminierung.

von Laura Schrettl

Fraktion: KSV-LiLi (Kommunistischer StudentInnenverband Linke Liste)

Spitzenkandidatin: Babsi Ordinaireteur

Ergebnis der letzten Wahl

Der KSV-LiLi kam bei der letzten ÖH-Wahl 2017 auf den sechsten Platz, das entspricht 3,08 Prozent. Der eigenständige Verband konnte sich im Vergleich zu 2015 um 0,56 Prozent steigern.

Wir haben allen Spitzenkandidaten im Vorfeld der ÖH Wahl vier Fragen gestellt. Das sind die Antworten des KSV-LiLi.

Wofür steht der KSV-LiLi?

Entgegen der studierendenfeindlichen Pläne von Schwarz/Blau und der Selbstentmündigung manch anderer ÖH-Fraktionen engagiert sich der KSV-LiLi im Rahmen der ÖH-Wahlen für den offenen Hochschulzugang, gegen Diskriminierungen und für eine politische und widerständige ÖH.

Was sind die drei wichtigsten hochschulpolitischen Forderungen?

  • Öffnung der ÖH: Wir streben eine verstärkte Einbindung der Studien- und Fakultätsvertretungen in die Arbeit der Hochschulvertretungen an. Alle Interessierten sollen die Arbeit der ÖH mitgestalten können.
     
  • Eine politische, fortschrittliche und kritische ÖH: Die gesellschaftlichen Verhältnisse in diesem Land sind katastrophal. Wir stehen für eine ÖH, die antifaschistische, feministische und emanzipatorische Initiativen – auch über den studentischen Tellerrand hinaus – fördert. Die rechten und liberalen ÖH-Fraktionen haben sich zum Ziel gesetzt, das allgemeinpolitische Mandat der ÖH abzuschaffen. Gerade in diesen Zeiten, in denen der Status quo unerträglich erscheint und die aufkommenden Alternativen eine Verschlechterung versprechen, muss die ÖH ein progressiver Faktor bleiben. Bildungs- und Sozialpolitik funktionieren nicht abgekoppelt von den gesellschaftlichen Verhältnissen.
     
  • Gegen Barrieren jeder Art: Egal ob in Form von expliziten oder impliziten Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren oder struktureller Diskriminierung. Wir wollen über den offenen Hochschulzugang hinaus eine Universität an der alle selbstbestimmt, gut und gerne lernen und studieren können.

Was ist Ihnen gesellschaftspolitisch wichtig?

Für uns ist die Trennung zwischen Hochschul- und Gesellschaftspolitik eine künstliche. Die Universität existiert nicht abgekoppelt von anderen politischen Zusammenhängen im luftleeren Raum. Wenn wir uns für den offenen Hochschulzugang einsetzen, etwa in dem wir die Abschaffung aller Studiengebühren fordern, und das Ende aller Barrieren, die die Menschen immer noch vom Studieren abhalten, zeigt sich, dass man Gesellschafts- und Hochschulpolitik stets gemeinsam denken muss.

Wie schaut denn eigentlich so ein Tag im Wahlkampf der ÖH-Kandidaten aus? Um das herauszufinden, haben wir die Kandidaten gebeten, einen Wahlkampftag mit dem Handy für uns zu dokumentieren. Das kam dabei raus: