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Politik Inland
11/11/2021

"Keine Solidarität mit Ungeimpften": Kickl zeigt Köstinger wegen Verhetzung an

ÖVP-Tourismusministerin Elisabeth Köstingers Appell ist für Kickl Grund zur Anzeige.

von Johanna Hager

Angesichts der aktuellen Zahl der Neuinfektionen findet Tourismus-Ministerin Elisabeth Köstinger am Mittwoch klare Worte.  "Die Zeit der Solidarität mit jenen, die sich aus fadenscheinigen Gründen nicht impfen lassen wollen, ist abgelaufen.“ Und: "Es kann nicht sein, dass mutwillige Impfverweigerer die Mehrheit der Bevölkerung in Geiselhaft nehmen.“

Aussagen wie diese und "Wer sich – ohne medizinische Begründung – nicht impfen lässt, riskiert nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die von uns allen. Es ist klar, dass das Verständnis dafür bei den geimpften Menschen am Ende ist. Aus meiner Sicht können weitere Einschränkungen nur noch für ungeimpfte Menschen gelten, die nächste Stufe des Stufenplans sieht das auch so vor.“ empören nun FPÖ-Parteichef Herbert Kickl.

Für Kickl tragen Köstingers Aussagen zur Spaltung der Gesellschaft bei, wie er in Sozialen Medien wissen lässt. 

Es gebe, so Kickl, "keine Evidenz weit und breit, dafür Sündenböcke schaffen. Ich zeige Frau Köstinger jetzt wegen Verhetzung an".

Köstinger möge sich merken, so der FPÖ-Chef weiter, dass die Regierung sich "für Unfreiheit, Chaos, Menschverachtung und Versagen beim Schutz der Gesundheit verantworten" werden müssen. Die "Anzeigenpolitik der Opposition vergiftet das politische Klima in unserem Land, wie sich anhand der angekündigten, völlig absurden Anzeige von FPÖ-Chef Kickl gegen Ministerin Köstinger ein weiteres Mal deutlich zeigt", so Gesundheitssprecherin und Stv. Generalsekretärin der ÖVP, Gaby Schwarz.

Schwarz: "Möchtegern-Mediziner Herbert Kickl"

Man sei "stolz auf unser solidarisches Gesundheitssystem, das heißt aber auch, dass wir es schützen müssen, im Fall der Pandemie mit Hilfe von Impfungen. Anstatt pausenlos die Bundesregierung für ihren verantwortungsvollen Kurs zu attackieren, sollte sich Möchtegern-Mediziner und Verschwörungstheoretiker Herbert Kickl lieber selbst an der Nase nehmen." Es sei Fakt, "dass die FPÖ erheblichen Anteil an der derzeitigen Corona-Situation trägt, indem sie nichts anderes tut, als die Bevölkerung massiv zu verunsichern und die Impfung schlechtzureden“.

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