Karin Kneissl: So gut verdient die Ex-Ministerin in Russland
22 Millionen Rubel oder umgerechnet rund 244.000 Euro soll Ex-Außenministerin Karin Kneissl bisher als Leiterin des Thinktanks "G.O.R.K.I" erhalten haben. Das berichtet das russische Exilmedium Novaya Gazeta Europe in Kooperation mit dem Standard. Die Medien beziehen sich auf ein Leak von Zahlungsdaten des eigens für Kneissl an der Staatlichen Universität St. Petersburg geschaffenen Thinktanks. Es geht demnach um 25 Zahlungen zwischen September 2023 und Juli 2025.
Zudem tritt Kneissl im russischen Staatsfernsehen auf. Für sechs Sendungen zwischen August 2024 und September 2025 soll sie rund 2.200 Euro pro Auftritt erhalten haben - also in Summe etwa 13.000 Euro. Es handelt sich um Auftritte auf Russlands größten TV-Sender, Wladimir Putins Propagandakanal Perwy Kanal.
Aberkennung der Staatsbürgerschaft?
Kneissl spricht im russischen Fernsehen unter anderem über ihre vermeintliche Rolle als Exil-Europäerin, bemängelt mangelnde Meinungsfreiheit in Europa. In Russland könne sie im Gegensatz zu Österreich "viel mehr lehren und sagen", soll Kneissl auch Novaya Gazeta Europe auf Anfrage ausgerichtet haben. Österreichs Behörden wollten sie wiederum staatenlos machen: "So viel zum Thema Menschenrechte."
Hintergrund: Die Neos wollten im Jänner ein Aberkennungsverfahren der österreichischen Staatsbürgerschaft Kneissls in die Wege leiten, da ihre Wortmeldungen Österreichs Ansehen schaden würden. Bisher wurde aber dem Vernehmen nach noch keine Sachverhaltsdarstellung seitens der Pinken eingebracht.
Kneissl, zwischen 2017 und 2019 von der FPÖ nominierte Außenministerin, war 2023 nach St. Petersburg übersiedelt.
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