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Politik | Inland
05/13/2019

In welchen Branchen künftig gute Jobs warten

Gesundheit, Pflege, Tourismus und jede Art von Handwerk haben eine Zukunft

Was sind die Studien- und Jobfelder der Zukunft? In welchen Sparten werden die heute 20-Jährigen auch in zehn Jahren gute Jobs finden? Der KURIER sprach darüber mit Othmar Hill. Hill ist Gründer des Personalberaters Hill International, der in 30 Ländern Büros betreibt und jedes Jahr rund 150.000 Bewerbungen abwickelt.

- Alternativ-Energie „Alles, was mit den neuen Energie-Formen zu tun hat, seien es Wind-, Sonne- oder Elektro-Energie, ist zukunftsträchtig“, sagt Hill. „Vor allem im Bereich der eMobilität.“

- Gesundheit und Pflege In Österreich sorgt die Demografie dafür, dass Berufe, bei denen man sich um andere kümmert, weiter boomen. Hill: „Pflege, Wellness und das gesamte Gesundheitsweisen sind trotz Digitalisierung und technischem Fortschritt klare Wachstumsbranchen. Menschen, die Hilfe oder Pflege benötigen, wollen, dass ihnen andere Menschen begegnen – und nicht Maschinen. Wer sich hier interessiert und bewährt, hat jobmäßig keine Sorgen.“

- Technik- und Handwerksberufe „In absehbarer Zukunft werden Roboter keine Abflussrohre in Küchen einbauen können“, sagt Hill. Handwerkliche Berufe hätten weiter den sprichwörtlich goldenen Boden. „Und zwar vom Lehrling bis hin zum Diplomingenieur.“

- Tourismus „Im Österreich der Zukunft sehe ich vor meinem geistigen Auge einen Wald. Und in diesem Wald stehen ganz viele Mikro-Häuser, in denen Chinesen, Inder und Russen wohnen und Urlaub machen.“ Hill sieht insbesondere den Tourismus aus China als lohnendes Feld für eine berufliche Entwicklung: „China macht umwelt-technisch gerade sehr viel falsch, es entsteht eine Hölle aus Glas und Marmor. Für Österreich und Europa ist das eine große Chance – wir können die Erholungsdestination werden.“

- Entwicklungshilfe „In den nächsten zwei Jahrzehnten werden auf dem afrikanischen Kontinent 200 Millionen Menschen in Bewegung sein, alles ist im Auf- und Umbruch“, sagt Hill. „Berufe, die im engeren oder weiteren Sinn in die Sparte der Entwicklungshilfe fallen, wird es daher sicher brauchen.“